9. Tag: Restonica Tal und Aleria

Donnerstag, 12. Mai

Restonica Tal

Heute wollten wir mal eine “richtige” Tour aus dem Rother machen. Es sollte Tour Nr. 63 Melosee und Capitellosee im Restonica Tal sein.

Die Zufahrt zum Einstieg der Tour erfolgt über Corte. Von hier geht eine 15 km lange uns sehr schmale Straße durch das Restonica Tal. In einem Blog habe ich gelesen, dass sich die Autorin so den Yosemite Nationalpark in den USA vorstellt und ja, den kann ich mir auch gut so vorstellen. Wirklich ein zauberhaftes Tal ! Im Sommer kann man an diversen Stellen im Fluß baden, eingerahmt wird die Szenerie durch riesige Corte-Kiefern, über denen schon das Felsgestein der Berge zu sehen ist.

Am Ende der Straße an der Bergerie de Grotelle ist ein gebührenpflichtiger Parkplatz (6 €), an dem unsere Tour startet.

Diese Tour soll zu den schönsten Bergseen Korsikas führen. Tut sie sicher auch, allerdings waren am heutigen Tag weder das Wetter – 10 Grad, wolkig und stürmisch – sehr einladend, noch hat uns persönlich der Weg besonderen Spass gemacht. Der Weg ging fast durchgehend über lose Steine, die teilweise auch Wasser führten, so dass man eigentlich die kompletten 3 Stunden Hin- und Rückweg gezwungen war, zu gucken wo hin man tritt und nicht wirklich viel von der schönen Aussicht hatte. Der Weg zum Capitellosee sollte laut den zahlreichen anderen Wanderern noch zu verschneit sein zum Begehen, so dass wir gleich davon Abstand genommen haben. Um unsere Brotzeit hier oben zu essen war es uns eindeutig zu kalt und wir sind, nachdem einige Fotos im Kasten waren, schnell wieder abgestiegen.

Unten angekommen haben wir uns auf dem Rückweg das erste sonnige Plätzchen gesucht, um nun endlich unser Baguette, den Käse und den Schinken zu essen.

Lac de Melo
Aleria Altstadt

Nach einer weiteren kurzen Pause am Fluß haben wir uns auf den Rückweg nach Aleria gemacht. Hier haben wir uns bei wunderschönen 25 Grad noch das kleine Museum mit seinen Fundstücken aus der nahen, römischen Ausgrabungsstelle angeguckt und natürlich die Ausgrabungsstelle selbst.

Der Besuch der einzigen Whiskeybrennerei stand für heute auch noch auf dem Programm. Netterweise durften wir den Whiskey außerhalb der (französischen) Führung probieren und das war auch gut so, denn Stephan wollte schon einfach eine Flasche kaufen, aber er hat uns überhaupt nicht geschmeckt. Da bleiben wir lieber bei schottischem Single Malt.

Zu Hause haben wir aber erst mal den restlichen Spätnachmittag auf unserer Aussichtsterrasse sitzend verbracht, bis uns der auffrischende Wind ins Haus getrieben hat. Heute gab es nur Reste von gestern, was aber der Gemütlichkeit unseres korsischen Heimes keinen Abbruch getan hat. Dazu tragen natürlich besonders in den Abendstunden auch unsere beiden schnurrigen Mitbewohner bei.