12. Tag: Küstenwanderung und Bastia

Sonntag, 15. Mai

Fornali Strand

Eigentlich stand schon bei Ankunft fest, dass wir den letzten Tag in Bastia verbringen wollen, aber dann schien uns ein ganzer Tag doch etwas zu lang.  Deshalb haben wir beschlossen, noch eine Wanderung unweit von Bastia einzuschieben. Wobei unweit auf Korsika eigentlich immer ca. 1 Stunde bedeutet. Es wurde ein letztes Mal der Rother befragt und es sollte eine Teil der Tour 3 “von St. Florent zur Punta Mortella” werden. Eine Küstenwanderung zu unberührten Stränden im Désert des Agriates. Nur ein Teil, da die Wanderung insgesamt knapp 20 km lang ist und damit fast 6 Stunden dauern soll, ohne Pausen wohlgemerkt. Ein kleiner Tip: im Rother steht, man könne die Tour verkürzen, indem man auf einem Parkplatz oberhalb des Fornalie-Strandes parkt. Wir haben uns nicht getraut, die Piste mit dem Mietwagen zu befahren, aber andere Urlauber schon. Wir haben uns für den letzten Strandparkplatz direkt am Wasser etnschieden und sind ab da gelaufen.

Auch wenn man zunächst auf der Piste zwischen eingezäunten Grundstücken wandern muss, ist der Blick auf die großzügigen Anwesen nicht uninteressant.

Die Wanderung führt an einem wirklich sehenswerten Küstenabschnitt entlang, der seinem Namen alle Ehre macht. Im Landesinnere hat es geregnet und gewittert, aber an diesem Streifen entlang des wüstenähnlichen Gebietes gingen wir die ganze Zeit in der Sonne. Die Bilder sprechen hier glaube ich für sich.

Am Ende hat die Zeit leider für Bastia nicht mehr gereicht, was irgendwie mehrere Gründe hatte:

  1. Unsere “Uschi”, sprich das Navi, hat uns einen schönen, aber sehr verschlungenen Weg nach Bastia geführt
  2. Wir mussten noch Tanken und dafür wieder aus der Innenstadt raus fahren
  3. Dabei haben wir einen Zettel gefunden, auf dem stand, wir müssen das Auto in dem Zustand zurück geben, in dem wir es bekommen haben, sprich super sauber und das ohne Fußmatten! Ansonsten muss man 60€ Reinigungsgebühr zahlen. Also haben wir zusätzlich zu meinem Saugen vom Vorabend noch mal gesaugt und das Auto noch gewaschen.
  4. Wir mussten das Terminal der Fährgesellschaft suchen, da es dieses Mal eine andere Gesellschaft war mit der wir zurück fahren wollten
  5. Wir mussten einen Parkplatz suchen
  6. Wir mussten unsere Koffer vom Fährterminal wieder zum Auto bringen, da wir nicht erst unser Gepäck aufs Schiff bringen und dann den Mietwagen abgeben konnten, da man das Schiff nach einchecken nicht wieder verlassen darf
  7. Die Fähre ging schon um 18.30h anstatt 19h und das Mietwagenbüro öffnete erst um 18h

Dies alles hat dazu geführt, dass wir uns lieber samt Mietwagen vor das Hertz Büro gesetzt haben, für 8 € ein großes Bier getrunken haben und gehofft haben, dass vielleicht der gute Mann oder die gute Frau von Hertz schon 10 Minuten früher kommt. Und unsere Hoffnung wurde erfüllt, es war alles ok, wir waren rechtzeitig auf dem Schiff.

Dieses Mal hatten wir keine Suite und das Schiff war im Ganzen schon etwas in die Jahre gekommen aber wir hatten trotzdem eine schöne Überfahrt.