2. Tag: Anreise nach Marseille

Donnerstag, 5. Mai

München: 10 Uhr beim Milchkaffee in der Sonne im überdachten Innenhof am Terminal 2 sitzen, und die bayrische Livemusik startet den Vatertag im Biergarten: Resi i hol di mit mei Traktor ab… – das ist München   🙂

Mit der Lufthansa gehts sogar mal pünktlich um 11.35 Uhr mit einer Embraer E95 mit 120 Plätzen nach Marseille. Unterwegs haben wir einen tollen, wolkenlosen Blick auf den Genfer See und den Montblanc und kommen bei strahlendem Sonnenschein und schon 20 Grad um 13h in Marseille an. Der Shuttle Bus fährt einen für 8,30 € die 20 km in die Stadt und lässt einem am Hauptbahnhof raus. Für uns ganz praktisch, da wir hier gleich unser Gepäck einschließen können. Für 9,50 € kann man ein großes Schließfach für 2 Koffer und 2 Rücksäcke für 24 Stunden buchen.

Wir haben für Marseille keinen richtigen Plan und haben auch nur ca. 3 Stunden, da wir laut Buchungsbestätigung schon um 17 Uhr auf der Fähre einchecken sollen, auch wenn diese erst um 19 Uhr ablegt.

Marseille - Kirche Notre Dame

Ganz pragmatisch entscheiden wir uns für das dichteste Ziel, den alten Hafen. Unterwegs versorgen wir uns bei Starbucks mit dem notwendigen Koffein. Ich habe zum ersten Mal einen Caramel Frappucino probiert – hätte ich es bloß gelassen! Der Caramel Macciato hat ja schon nicht gerade wenig Kalorien, aber diese Mischung aus Sahne, Caramel, Zucker, Milch und etwas Kaffee schlägt den Caramel Macciato haushoch und was soll ich sagen – leider geil!

So frisch gezuckert stürzen wir uns am alten Hafen auf die Stände mit Töpferwaren. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass man so unterschiedliche Sachen aus Ton fertigen kann.

Vom alten Hafen hat man einen guten Blick auf die Eglise (Kirche) Notre Dame, die relativ hoch über der Stadt thront. Obwohl schweißtreibend, haben wir uns an den Aufstieg gemacht und es nicht bereut Die Aussicht von hier oben ist toll. Man überblickt die ganze Stadt, den Hafen mit dem Dom und das “Alcatraz” von Marseille.

Auf dem Rückweg entschließen wir uns, 2 Stationen bis zum Bahnhof mit der Metro zu fahren und uns zum Hafen ein Taxi zu nehmen. Auch wenn das Taxi mit 14 € nicht gerade günstig war, sind wir uns sicher, dass wir das Schiff ansonsten nicht so schnell gefunden hätten.

Unsere Kabine – der Hammer ! Nur auf der Dragon Legend in Vietnam hatten wir vielleicht noch etwas mehr Platz, aber auch hier bleiben keine Wünsche offen ! Zum Schiff gibt es nicht so viel zu sagen, es gibt eine Bar, ein à la carte Restaurant, ein Buffet Restaurant, ein Außendeck und das war es schon. Alles in allem sieht das Schiff noch sehr neu aus, alles ist sehr gepflegt und sauber und die Überfahrt bis auf ca. 1 Stunde bei 3 Uhr rum relativ ruhig.

Allerdings kamen kurz nach Auslaufen aus Marseille einige Männer in Uniform und sehr kurz geschorenen Haaren an Bord. Woran denkt man dann aus dem Weg nach Korsika sofort? Richtig, an die Fremdenlegion. Heute im W-Lan des Ferienhauses wurde unsere Vermutung dann auch bestätigt, bei dem Abzeichen auf der Uniform handelte es sich um die explodierende Granate der Fremdenlegion. Vornehmlich haben sich die jungen Männer aber durch ihre umsichtige Höflichkeit hervor getan. Da wurden Türen aufgehalten und mir wurde am Buffet nicht nur meine Gabel aufgehoben, die mir runter gefallen war, nein, der nette Mann hat sie gegen seine saubere Gabel von seinem Tablett ausgetauscht ! Wer hat so etwas schon erlebt?