12. Tag: My Son Tempelanlage

My Son Tempelanlage

12. Tag Montag

Was soll ich sagen, es regnet wieder… Trotzdem entscheiden wir uns, mal wieder Roller zu mieten, um nach dem Frühstück erst mal zur Anprobe zu fahren. Ein guter Tag, es geht wieder auf die kleinen Yamaha Flitzer! Und der Regen lässt auch nach kurzer Zeit nach.

Bei der Anprobe: Natürlich passt noch nicht alles perfekt, aber die Sachen sind auf den ersten Blick gut geworden. Heute Abend ist das “2. Fitting”, wir sind weiter gespannt!

Also gehts so 11.30 h Richtung “My Son”, einem Tempelkomplex, der vom 4. bis 13. Jahrhundert ein religiöses Zentrum der Cham war. Leider sind von den ehemals 70 Tempeln nur 20 mehr oder weniger gut erhalten. Das ist auf den jahrhundertelangen Verfall und die Zerstörung durch amerikanische Bomben zurückzuführen. Der Weg dorthin ist nur mit guter Karte oder Google maps offline Karte zu finden, da nur die letzten 9 km der 40 km ausgeschildert sind. Man kommt durch viele kleine Orte, durch Reisfelder, die noch von Hand gepflügt werden und über denen Abends die Fledermäuse fette Beute machen.

Im Café – dieses Mal war es auch eines – waren wir wieder die Attraktion und der Kaffee für ca. 0,25 € plus kostenlosem Tee dazu war sehr lecker. Auch der Lunch, Krabbenpfannkuchen mit Salat und Minze in Reispapier gerollt, auf Plastikstühlen an der Straße gegessen, war gut und mit 0,60€ für 2 auch schon zu billig, so dass wir den selben Betrag als Trinkgeld gegeben haben, da wir zunächst eh 1€ zahlen sollten.

Die Tempelanlage liegt etwas 2-3 km im Dschungel, und man kann bis auf ca 500m mit dem Roller an die ersten Ruinen ran fahren. Aufgeteilt ist der Komplex im die Gruppen A-H, wobei B, C und D die Gruppen mit den besterhaltenen Ruinen sind.

Für mich hatten die Ruinen einen märchenhaften, mystischen Charme, aber ich bin auch ein Fan von Ruinen und es haben mich schon in Schottland vor allem die halb verfallenen Klöster und Kirchen fasziniert. Wir haben so ca. 1,5 Stunden im Dschungel zugebracht und haben uns dann auf dem Rückweg gemacht. Da es zwischenzeitlich bei 20 Grad immer mal genieselt hat, waren die Straßen doch schon relativ nass und so kamen wir ziemlich verdreckt bei der 2. Anprobe an, bei der teilweise wieder andere Sachen aufgefallen sind, die wir beim ersten Mal auch nicht bemerkt haben. Wann lässt man sich auch schon mal etwas schneidern?

Abends wurden wir von den Hosts zum Essen eingeladen, Hähnchen mit Chili und Ingwer, Pak-Choi mit Knoblauch, gebratener, panierter Tofu mit Chili und Zwiebeln und Reis. Auch wieder mal sehr lecker!

Fazit: Wenn man von der Stadt genug hat, ein sehr schöner Halbtagesausflug.