Kanada 2004 – ein Traum wird wahr !

Kanada – mein Wunschreiseziel! Seitdem ich als Kind “Der Mann in den Bergen” gesehen habe, möchte ich in Kanada in einer Blockhütte wohnen – natürlich mit meinem zahmen Bären “Ben”. Ich habe die Serie geliebt !

Jetzt war es endlich so weit und es sollte in die Rocky Mountains gehen. Unglaublich. Nie hätte ich gedacht, dass ich da mal wirklich hin komme. Da ich noch nie so einen teuren Flug gebucht habe und das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, bzw. mein Umgang damit, bin ich noch “old school” ins Reisebüro gegangen. Zu Explorer Reisen, Hamburg. Ich habe ich zwei Flüge, einen Mietwagen für 3 Wochen und die erste Übernachtung in Calgary gebucht. Schon waren so bummelig 1700€ pro Person weg, wenn ich mich Recht erinnere. Ich erinnere mich aber noch genau, dass mir so 14 Tage vor Abflug das Herz in die Hose gerutscht ist, als Stephan mich fragte, was wir da denn 3 Wochen machen würden. Rumfahren und Berge, Seen und Wasserfälle angucken und mit Glück noch einen Elch oder Bären beobachten war meine Antwort. Ist das denn nicht langweilig? war seine nächste Frage. Meine Güte, keine Ahnung, ich hoffe nicht ! Sonst geben wir sehr viel Geld für einen langweiligen Urlaub aus.

Von Hamburg ging es nach Frankfurt und von da weiter nach Calgary. Unser erster Langstreckenflug, der erste Urlaub im Mietwagen, der erste Urlaub ohne vor-gebuchte Unterkünfte, der erste Urlaub so weit weg von zu Hause – und der beste Urlaub den wir bis dahin jemals hatten.

Ich habe den Reiseführer “West Kanada”, von Wolfgang R. Weber von vorne bis hinten durchgelesen. Übrigens immer noch der beste Reiseführer, den ich jemals gelesen habe und mittlerweile sind das schon einige. Nie wieder war es so einfach, sich eine Route für ein völlig unbekanntes Land zu überlegen. Der Reiseführer enthält 6 verschiedene Routen durch den Westen von Kanada und zusätzlich Vorschläge für Programme in Vancouver, Calgary und Edmonton. War für uns perfekt.

Unsere Route für die 3 Wochen  von 15. September bis 4. Oktober sah wie folgt aus:

Calgary – Banff – Lake Louise  und Yoho National Park  – Jasper  – Clearwater –

Calgary

Der Fairness halber müssen wir sagen, dass wir nicht viel von der Stadt gesehen haben. Eigentlich nur einen Burger Laden und auch den Burger haben wir kaum runter bekommen. Nicht weil er so schlecht war, sondern wir soooo müde. Aber die Stadt wirkte zumindest an diesem Abend auch wie ausgestorben und wir sind gleich nach dem Essen im Hotel. Hier bin ich sogar in der Badewanne eingeschlafen, aber zum Glück nicht abgesoffen. Am nächsten Morgen mussten wir wieder zum Flughafen, um unseren Mietwagen abzuholen. Zu Hause habe ich das noch für eine gute Idee gehalten, nicht gleich fahren zu müssen. Wenn man jedoch 2x 45$ für das Taxi zahlt, wagt man an seiner Entscheidung zu zweifeln. Aber aller Ärger war vergessen, als ER vor uns stand. Mein Traumauto ! Ein weinroter PT Cruiser ! Ich war noch glücklicher als ohnehin schon.

Banff

Die Fahrt von Calgary in die Rockies hat mich schon schwer beeindruckt. Man fährt ewig durch flaches Land, sieht aber am Horizont schon die Berge. Richtige Berge ! Für uns aus Norddeutschland schon wie ein Wunder.

Die Gondel Fahrt auf den Sulphur Mountain kann man wahrscheinlich nur genießen wenn man schwindelfrei ist – Stephan ist es nicht…aber vom 2.451m hohen Gipfel hat man einen tollen Blick auf den Ort und die umliegenden Berge. Oben war es allerdings schon empfindlich kalt.

Wir haben noch einen Abstecher zu den Bow Falls gemacht, die eigentlich mit ihrem ca. 10 m Höhe keine wirklichen Wasserfälle sind, mir aber ein Dauergrinsen ins Gesicht gezaubert haben. So habe ich mir Kanada vorgestellt: ein wilder, breiter Fluss, Wald, der bis ans Wasser reicht und rundherum die Berge. Ich bin mir sicher, gleich tritt Grizzly Adams zwischen den meterhohen Tannen heraus, um seine Feldflasche mit Wasser zu füllen.

Weitere Attraktionen des Ortes, der als das “Sankt Moritz” Kanadas gilt, ist das “Fairmont Banff Spring Hotel” und die Hot Springs. Wir haben uns weder das eine noch das andere angesehen. Das Hotel liegt mit ca. 800 CAD (Canadischen Dollar) pro Nacht etwas über unserem Budget und die Hot Springs sollen ziemlich überlaufen sein und wir können uns nicht so richtig vorstellen, dass das etwas für uns ist. Zu diesem Zeitpunkt liegt der Island Urlaub noch 11 Jahre in der Zukunft und wir wissen in unseren jungen Jahren ein Bad im heißen Wasser noch nicht zu schätzen. Heute wären die Quellen auf jeden Fall auf unserer to-do-Liste.

Banff sieht ansonsten so aus, wie ich mir einen Ski Ort in der Schweiz vorstelle. Süß, heimelig und gemütlich.

Wir schlafen bei in einem sehr schönen Zimmer für 85 $ die Nacht. Kein Schnäppchen, aber nicht nur das Zimmer, sondern auch das Frühstück am nächsten Tag ist super. Wir bleiben leider nur eine Nacht und am nächsten Tag geht es weiter Richtung Lake Louis. Unterwegs stoppen wir am

Johnston Canyon

Bequem kann man vom Parkplatz aus einen angelegten Weg zu zwei Wasserfällen gehen, den Lower und Upper Falls, die 1km bzw. 2,5 km entfernt sind. Die Schlucht ist kalt und feucht, aber der Weg lohnt sich vor allem wegen der bunten Flechten, die auf den nassen Steinen wachsen. Auf dem Weg zum Canyon haben wir auch tatsächlich den ersten Schwarzbären gesehen

Field

Eigentlich wollten wir in Lake Louise übernachten, aber der Ort bietet nicht viel mehr als das “Fairmont Chateau Lake Louise”, was auch nicht unserer Preisliga entspricht. So sind wir weiter bis Field gefahren und haben uns 2 Nächte bei Elaine eingebucht. Hier haben wir nicht mal einen Haustürschlüssel bekommen -weil die Haustür nie abgeschlossen wird. Krass ! Da es erst früher Nachmittag war, sind wir wir noch zum

Emerald Lake und den Takkakaw Falls

gefahren.  Wie der Name schon sagt ist der Emerald Lake türkisgrün und wunderschön. Rund um den See führt ein 5,5 km langer Spazierweg, den wir aber nur ein Stück weit gegangen sind. Die Takkakaw Wasserfälle liegen ca. 6 km hinter Fields und waren unsere ersten richtigen Wasserfälle in Kanada. 254m tief stürzt hier das Schmelzwasser des Daly Gletschers über die Felskante.

Lake Louise

Seine türkisblaue Farbe hat der See (wie auch der Emerald Lake) vom Steinmehl das von Gletscherschmelzwasser in den See gespült wird. Zumindest hat er die Farbe, wenn die Sonne scheint. Das tat sie am nächsten Morgen leider nicht. Es regnete. So haben wir uns anstatt des Sees das Fairmont Hotel angesehen und dort Kaffee getrunken. Aber irgendwann haben wir beschlossen, dass wir uns vom Wetter nicht unsere Pläne kaputt machen lassen wollen und haben uns im Hotelshop Regenschirme gekauft. Wir hatten für heute die 12 km Wanderung zum “Little Beehive”, dem kleinen Bienenkorb, mit Stop im Tea House am Lake Agnes geplant. Und so sind wir mit unseren Regenschirmen bewaffnet auch los gestapft. Unterwegs blickt man eigentlich auf den Bow River und Lake Louis, aber wegen des Wetters haben wir nicht viel gesehen. Erst ging es durch den Regen, später durch in dicken Flocken fallenden Schnee. Einzig den Mirror Lake unterwegs haben wir gesehen, aber auch nur, weil man hier direkt am Ufer steht.

Wir waren oben angekommen dann auch so nass und uns war doch recht kalt, dass wir im Teehaus erstmal eine warme Suppe gegessen haben und uns eine ganze Stunde aufgewärmt haben. Die Hütte war brechend voll und durch die ganzen nassen Sachen der Leute waren die Fenster komplett beschlagen. Wir waren also nicht die einzigen, die sich bei dem Wetter auf den Weg gemacht haben – aber die einzigen mit Regenschirm !

Auf dem Icefields Parkway 235 km Panoramaroute nach Jasper

Mehr geht glaube ich nicht ! Ich weiß gar nicht wie viele Stops wir eingelegt haben, weil ein Ausblick einfach schöner ist als der nächste:

Peyto Lake Overlook: Nirgendwo in den Rockies hat man einen solch guten und mit so wenig Anstrengung verbundenen Ausblick auf einen vom Schmelzwasser eines Gletschers gespeisten  – und damit wieder türkisen – See.

Mystaya River Canyon: Wieder nur ein kurzer Spaziergang zum Howse River View Point von dem aus man einen Panoramablick auf das gleichnamige Tal und die Berge im Süden und Westen hat.

Sunwapta Pass: 2035 m hoch und die Grenze zwischen dem Banff und Jasper Nationalpark

Columbia Icefield: 325 Quadratkilometer groß, 10 m Schneefall pro Jahr sorgen dafür, dass der auf 3000m gelegene Eispanzer im Schnitt 360m dick ist. Wirklich atemberaubend !

Jasper und Umgebung

Der bisher einzige Ort, den wir auf unseren Reisen gefunden haben, in dem wirklich jedes Haus ein B&B ist ! Trotzdem sollen wir es 2006 schaffen, hier KEIN Zimmer zu bekommen, aber mehr dazu in einem anderen Reisebericht. Wir schlafen auf jeden Fall 2 Nächte bei Gloria & ? für jeweils 55$ mit eigenem Bad.

Nicht nur ist jedes Haus ein B&B, nein man ist sich auch im ganzen Ort einig KEIN Frühstück zu nehmen und 50-60 $ für zwei Personen. Macht die Suche irgendwie einfach. In Erinnerung ist uns geblieben, sehr leckeres Steak im “Caruso” gegessen zu haben. Und ich habe gerade gegoogelt, das gibt es sogar 2017 noch. Muss ja was heißen.

Am nächsten Morgen brechen wir schon um 8 Uhr auf zu den Sunwapta Falls. Der Wasserfall liegt 55 km südlich von Jasper und ist insgesamt etwa 18 Meter hoch und rund neun Meter breit. Das Wasser des Sunwapta River stammt vom Athabasca Gletschen und fällt hier in zwei Stufen hinab. Ein Wanderweg von etwa zwei Kilometern führt zu dem unteren Wasserfall. Auf dem Rückweg haben wir am Goat Lookout einen Stop eingelegt, aber leider keine Goats, die großen weißen Bergziegen gesehen. Im Jasper haben wir so ca. 14 Uhr einen Stop zum Mittagessen eingelegt, bevor es weiter zu den kanadischen Highlights ging.

In der Nähe der 12 m hohen Athabasca Falls sehen wir einen Biber ! Von hier geht es 14 enge und kurvenreiche Kilometer die Mt. Edith Cavell road auf den gleichnamigen Berg und den gleichnamigen Gletscher. Nach soviel frischer Luft mussten wir erst mal in Jasper um 14 Uhr eine späte Mittagspause einlegen, bevor es Nachmittags zum Medicine und zum Maligne Lake ging, wobei der letztere mir deutlich besser in Erinnerung geblieben ist. Das Foto mit der Insel in der Mitt hat jeder Kanada Tourist ! Unsere Fotos liegen noch irgendwo in den Tiefen der gespeicherten Festplatten, aber werden hier zumindest vereinzelt noch irgendwann auftauchen.

Auch wenn der Medicine Lake der unscheinbarere See ist, hatten wir ein tolles “Wildlife” Erlebnis. Bestimmt 10 Gemsen standen und lagen plötzlich um unser Auto herum, um irgendwelche Salze vom Fahrzeuglack zu lecken. Wir mussten wirklich kämpfen, um unser Auto wieder “frei” zu bekommen.

Clearwater

Der Weg ist das Ziel. Das gilt hier besonders. Auf dem Weg nach Clearwater haben wir den ersten Halt am Mount Robson Visitor Center eingelegt. Mit 3954m ist er der höchste Berg der kanadischen Rockies und wunderhübsch anzusehen. Am Mount Terry Fox Viewpoint haben wir tatsächlich noch rote Lachse, Kokanees, springen sehen. Auf dem Weg Richtung Trophy Mountain Buffalo Ranch,die mittlerweile geschlossen ist, haben wir noch eine River Safari im Speedboat gemacht. Wir haben zwar keine Tiere gesehen, außer den Hunde des Fahrers, der vorne auf dem Speedboat mitgefahren ist, aber dennoch war das ein lohender Ausflug. Abends habe es, wie soll es anders sein, wenn man schon auf eine Buffalo Farm wohnt, sehr leckeres Büffel Filet Steak.

 

 

Stephans 1. Ritt auf einem Pferd

Hier auf der Buffalo Ranch sollte Stephan das erste Mal in seinem Leben auf einem Pferd sitzen, genauer gesagt auf Robin, einem Schecken. Trittsicher hat er ihn an steilen Abgründen vorbei bis zum “Moul Fall” gebracht, an dem wir eine kurze Rast eingelegt haben. Auf dem Rückweg sind wir dann auch tatsächlich einmal galoppiert – Stephan war geschockt, wie schnell 1 PS sein können 🙂

Dawson und Helmcken Falls

Der Wells Gray Provincial Park ist bekannt für seine Wasserfälle. Da es diese reichlich in dem ca. 540.000 Hektar großen Park gibt, wird Wells Gray auch der »Wasserfall-Park« genannt, dementsprechend haben wir uns auch einige angesehen. Weil wir uns auf einem Hochplateau befinden, gibt es keine Felswände, die links und rechts vom Murtle River oder den anderen großen Flüssen des Parks in die Höhe ragen und von denen sich die Wasserfälle in die Tiefe stürzen. So sind die  Dawson Falls mit ihren 15 m Höhe aber ca. 90m Breite eher breit als hoch, werden aber trotzdem auch  »Little Niagara Falls« genannt.

Ganz anders die Helmcken Falls. Das ist ein Wasserfall des Murtle River im Wells Gray Provincial Park. Kurz bevor der Fluss in den Clearwater River mündet, fällt er vom Murtle Plateau 141 m in die Tiefe. Somit ist dieser Wasserfall im südöstlichen British Columbia der vierthöchste in Kanada.

Am “Bailey’s Chute” sehen wir am Nachmittag dann tatsächlich noch weitere Lachse springen, auch wenn es für den “salmon run” schon zu spät ist.

Die Obstgärten des Okanagan Valley – Spahat Canyon über Kamloops nach Vernon

Der letzte Wasserfall, den wir im Wells Gray Park besuchen, ist der Spahat Falls. Den besten Blick auf den Wasserfall hat man von der Aussichtsplattform, die sich etwa fünf Minuten zu Fuß vom Parkplatz an der Clearwater Valley Road befindet. Wie die Helmcken Falls ist das Gestein auch beim Spahat Falls vulkanischen Ursprungs. Die gesamte Fallhöhe misst 75 Meter, wobei die größere 60 Meter hoch ist und uns einen spektakulären letzten Eindruck vermittelt, eh wir den Wells Gray Park verlassen.

In Vernon angekommen, finden wir schnell bei Clara, ihrem Mann und dem weißen Pudel Teddy eine Unterkunft. Nach einem kurzen Stop am Kalamalka Lake und bei Pizza Hut schnacken wir mit unseren Hosts noch bis nachts um 1.30 Uhr und gucken uns Fotos ihrer Mexiko Reisen an. Hier überwintern sie jedes Jahr samt Gartenzaun, Gartenzwergen und Oktoberfest. Überhaupt ist der ganze Ort Vernon und wie es scheint auch der mexikanische Campingplatz fest in der Hand der Exildeutschen, die im Ausland deutscher sind als jeder Deutsche zu Hause. So stehen denn auch im heimischen Garten schöne deutsch Gartenzwerge, die von dem Pudel und dem Gartenzaun vor jedem Unbill geschützt werden. So sehen wir überhaupt in Vernon nicht nur den ersten deutschen Bäcker in Kanada, nein auch die ersten Gartenzäune.

Die Zeit steht still auf der O’Keef Ranch

Auf der Ranch wird man zurückversetzt in das Jahr 1867. Die Führung erfolgt in der entsprechenden Kleidung des vorletzten Jahrhunderts und auch die Häuser, der Kolonialwarenladen, die Schmiede und selbst die Tiere sehen aus wie aus der Zeit gefallen.Wir haben den Besuch hier bei schönstem Wetter sehr genossen und haben uns erst um 14 Uhr auf den Weg Richtung Osoyoos gemacht. Da wir uns etwas verfahren haben, sind wir dann in Keremeneos gelandet, einem Ort mit 1.500 Einwohnern. Hier haben wir uns vor dem Abendessen noch mal die Füße vertreten und unterwegs ein Pärchen, welches auch zu Fuß und ich glaube mit Hund unterwegs war, gefragt, wo man denn hier etwas essen könnte, außer in unserem Motel. Ihre Antwort war, das die das leider nicht wüssten, da sie erst ein halbes Jahr hier leben würden. Wir haben nicht schlecht gestaunt, wie gesagt, 1.500 Einwohner !

Osoyoos und der Spotted Lake

Wie schon eingangs geschrieben, hatte Stephan wenig Vorstellung von dem Urlaub, aber auch wenig Ansprüche. Das einzige was er unbedingt sehen wollte, war der Spotted Lake, der aber auch wirklich sehenswert ist. Der kleine See ist reich an einer Vielzahl von Mineralien,und in den heißen Sommermonaten, in denen ein großer Teil des Wassers in dem See verdampft, steigt die Konzentrationen dieser Mineralien und sie werden an verschiedenen Stellen in Form von Pools sichtbar, deren Farben von blau über grün bis gelb reichen. Wenn man in der Gegend ist, sollte man auf jeden Fall einen Abstecher einplanen.

Manning Provincial Park

Hier gibt es zahllose Wanderwege durch den dichten Wald hinauf in die Cascade Mountains. Entweder hat es unsere Zeit nicht erlaubt oder wir waren noch nicht so beim Wandern angekommen. Auf jeden Fall haben wir uns entlang der Strecke auf die kurzen Spazierwege wie den Beaver Pond Trail oder den Orchid Trail beschränkt.

Am Visito Centerzweigt die Cascade Lookout Road ab, die sich 8km hinauf zu einem Aussichtspunkt auf den Rücken der Berge schlängelt. Von hier oben kann bei gutem Wetter bis weit hinüber in die USA blicken.

Bald nach dem Verlassen des Parks liegt in einem Geröllfeld zu Füßen zu Füßen einer hohen Bergwand der Hope Slide Viewpoint.  46 Millionen Kubikmeter Fels sind hier den Berg runter gekommen!

In Hope beziehen wir eine Art Loft, in dem wir es uns abends mit Nudeln und Wein gut gehen lassen und die müden Knochen im Hot Tub entspannen. Der Hot Tub ist eigentlich ein Whirlpool, der draußen steht.

Am nächsten Morgen, nach einem Frühstück mit “Egg Florentine” haben wir die Gelegenheit genutzt, mit dem hauseigenen Boot auf den See direkt vor unserer Haustür zu baddeln. Danach haben wir uns in Hope noch die Tunnel angesehen, in den “Rambo” gedreht wurde, bevor wir uns auf den Weg Richtung Vancouver gemacht haben.

Vancouver Island

“Die Insel” genannt,  ist über 450 km lang und rund 100 km breit, dabei umfasst sie eine Fläche von sage und schreibe 31.285 km². Also nicht gerade klein und obwohl wir doch einige Tage hier waren haben wir längst nicht alles gesehen.

Auf der Fährfahrt 17 Uhr von Vancouver nach Victoria haben wir mindestens 14 Orcas gesehen ! Einfach atemberaubend !

Was haben wir uns angesehen haben und auf jeden Fall empfehlen:

  1. Wickaninnish Beach – den besten Blick auf den Strand hat man vom Visitor Centre. Hier auch die Wanderkarte mitnehmen
  2. Wahle watching von Tofino aus im Rescue Boot. Spannender als die Grauwale sind eigentlich noch die Robben, die lautstark unser kleines Boot begrüßen
  3. Pacific Rim National Park mit dem Rainforest Trail, Beach Trail, Mud Trail
  4. Victoria – kann man sich mal ansehen. Wir hatten das Gefühl, das hier nur Rentner wohnen, aber da waren wir auch noch etwas jünger 😉

Vancouver

Eine tolle Stadt am Meer, die gleichzeitig super dicht an den Bergen liegt. Von hier kann man den einen Tag Segeln gehen, den anderen in den Bergen wanden, dann Tauchen gehen und einen Tag später Ski fahren. Schon zwei Jahre später, bei unserem zweiten Besuch hatte sich aber eben dieser Umstand auch in den Grundstückssteuer niedergeschlagen, so dass der Herr, bei dem wir das 1. Mal gewohnt haben, gezwungen war, sein Haus aufgrund der gestiegenen Steuern zu verkaufen.

Aber nichtsdestotrotz eine interessante Stadt. Was haben wir gemacht:

  • Spaziergang auf der Robson Street
  • Bummel durch das Viertel Gastown
  • Besuch in Chinatown
  • Seilbahnfahrt auf den Grouse Mountain
  • Ein Bummel über Granville Island
  • Spaziergang durch den Stanley Park
  • Besuch des Vancouver Aquariums – hier gibt es oder gab es zumindest Beluga Waale ….
  • Besuch der Capilano Suspension Bridge