Tansania Safari und Sansibar 2016

3 Wochen Afrika, Wandern & Safari und Sansibar


Tansania im Juli zu bereisen wäre mir nie in den Sinn gekommen – weil mir auch nicht bewusst war, dass hier während unseres Sommers Winter ist… Wir sind nur auf dieses Ziel gekommen, weil ein Norwegisches Pärchen, welches wir 2011 auf den Seychellen kennengelernt haben, im letzten Jahr zur selben Zeit dort waren. Witzigerweise sind die beiden dieses Jahr im Sommer in Vietnam und Kambodscha gewesen, unser Weihnachtsziel aus 2015.

Stephan war nicht schwer zu überreden, noch mal mit der Kamera auf Jagd nach den “Big Five” zu gehen. Im Dezember/Januar 2012/2013 waren wir schon mal 4 Wochen in Südafrika “auf Jagd” im Krüger und im Hluhluwe-Imfolozi-Park und haben zwar 2 Löwen aus der Nähe und ein Rudel aus der Ferne gesehen, jede Menge Nashörner, aber  keinen Leoparden und keinen Geparden, so dass wir die Big Five noch nicht vollständig haben.

Als Big Five (englisch für „große Fünf“) bezeichneten Großwildjäger früher  übrigens die am schwersten und gefährlichsten zu jagenden Tiere Afrikas. Gemeint waren Elefant, Nashorn (Spitzmaulnashorn, Breitmaulnashorn), Büffel, Löwe und Leopard.

Als ich mich jedoch anfing, mich mit dem Thema Safari und Tansania zu befassen, hätte ich unser Ziel aufgrund der Kosten schon fast wieder verworfen. Für 1 Woche Camping Safari wurden ca. 2.000$, für Luxury Camping schon 2400$ aufgerufen, was plus Flug für 900$ und noch Aufenthalt auf Sansibar plus Flug für ca. 1000$ sehr schnell sehr teuer wird – und eigentlich wollten wir 3 Wochen unterwegs sein !

Unsere Freude aus Norwegen hatten mit dem Anbieter www.aufsafari.de gute Erfahrungen gemacht, aber auch hier liegen 15 Tage Safari und Sansibar inkl. Flug bei knapp 3000€. Das war jetzt in etwa unser Budget für die kompletten 3 Wochen, aber wir mussten auch feststellen, dass wir bei der nächsten Safari doch einiges anders machen bzw. buchen würden, aber mehr davon im Reisebericht…. 🙂

NICHTS konnte uns aufhalten !! Trotz kleinerer Probleme haben wir überlebt 😃

  • Wir haben während der Fahrt das rechte Hinterrad verloren
  • Wir haben den Hänger mit den Zelten in der Serengeti verloren
  • Wir haben den Hänger nach 2 Stunden wiedergefunden
  • Wir mussten den Hänger letztendlich doch aufgeben, da 20km später die Achse brach
  • Unsere Bremsen versagten bei der Abfahrt vom Krater
  • Die Lichtmaschine und Batterie verreckten
  • Die Scheibenwischer verreckten im Nebel auf dem Kraterrand und wir mussten “manuell” wischen
  • Ein Frontlicht fiel in der Dunkelheit aus
  • Wir haben zahlreiche Schrauben verloren (Kühler, Kühlergrill usw.) und mussten diese ersetzen
  • Wir mussten das rechte Trittbrett wieder anschweißen
  • Wir hatten ein Loch im Tank

Key Facts

Zeitraum: 07. Juli- 27. Juli 2016

Anreise: Von Hamburg nach Amsterdam mit KLM, mit dem Nachtflug von KenyaAirways weiter nach Nairobi, und dann zum Kilimandscharo Airport, Abflug in Hamburg 18.35h, Ankunft Kilimanscharo 8.20h. Für mich die perfekte Verbindung (Flugpreis 890 €)

Budget: ca. 3.600 € pro Person, all in

Reiseführer: dieses Mal habe ich tatsächlich keinen gekauft….

Safariunternehmen: paradiessafaris.com/de/

relativ kleines Unternehmen mit 15 Autos, welches von einer Deutschen in Arusha geführt wird

Unterkommen: 3 Nächte Hotel in Arusha, 3 Nächte Safari Lodge, 6 Nächte Safari Camping, 1 Nacht in Stonetown, 6 Nächte im Strandhotel

Essen: auf der Safari Vollpension (hauptsächlich vegetarisch), man musste nur Wasser selbst kaufen, auf Sansibar inkl Frühstück, aber auch das Essen im Hotel war fantastisch

Top-Tip:

  • der Mix aus Safari mit Lodge und Camping ist toll, aber die Campingplätze sind schon sehr einfach und haben wenn auch nur kaltes Wasser . muss man mögen
  • wählt ein Safari-Unternehmen mit extra Versorgungs-Fahrzeug für Zelte etc. sonst verliert man zu viel Zeit mit Auf -und Abbau
  • Leopard-tours haben wir oft gesehen und die haben auf uns einen guten Eindruck gemacht und uns sogar bei einer Panne in ihrem Fahrzeug mitgenommen
  • auf Tarangire, Ngorongoro Krater und Serengeti beschränken, nicht zu viele Parks auf einmal machen
  • nehmt wenige, alte Sachen mit, die sehr dreckig werden dürfen
  • wir hätten uns über staub- und wasserdichte Taschen gefreut, denn es ist wirklich seeeehr staubig in der Serengeti und unglaublich (!) staubig am Lake Natron und ihr und alle eure Sachen werden wirklich seeehr dreckig !