3. + 4. Tag: Bay Tu Long Bay

Bay Tu Long Bay

Fahrt zur Halong Bay oder um exakt zu sein, zur Bai Tu Long Bay, einer Nebenbucht der Halong Bucht, die derzeit noch nicht so überlaufen ist.
Gebucht bei Indochina Junk www.Indochina-junk.com und die Cruise erfolgt auf der Dragon Legend 2. Kostet 245$ pro Person mit privatem Fahrer nach Ninh Binh anstatt zurück nach Hanoi.
Wie angekündigt wurde unsere Abholung dem Hotel avisiert und pünktlich um 7:35h stand unser Luxusvan vor der Tür. 7 Sitze mit Vollederausstattung und Minibar. Das braucht man auch, wenn man für 180 km 3-4 Stunden benötigt. Das liegt am Verkehr aber auch an der  30 minütigen Pause bei, wir würden sagen, Behindertenwerkstätten.
Hier werde neben Marmorfiguren für den Garten unter anderem ganz tolle Bilder aus haarfeinen Seidenfäden gestickt. Erstaunliche Landschaften in allen Farben des Regenbogens werden hier aus Garn gezaubert und Portraits, bei denen man nur bei genauer Betrachtung der feinen Linien von Wimpern  und Augenbrauen sieht, dass man kein Foto vor sich hat. Wären uns ~ 1.000,-€ nicht zu viel Geld für ein Bild, hätten wir uns vielleicht eines für 50,-€ nach Hamburg schiffen lassen.
Nachdem der “grumpy old man”, unser Fahrer, uns und die 3 Mitreisenden  wieder in den Van gescheucht hat, geht die Fahrt weiter durch nicht enden wollende Ortschaften, Reisfelder mit Wasserbüffeln in den Gräben, kleinen Gärten, vorbei an grasenden Kühen und kleinen Entenzuchten. Alles begleitet natürlich von einem Orchester unterschiedlichster Hupmelodien, die mal mit mehr und mal mit weniger Inbrunst vorgetragen werden.
In Haiphong um 12 Uhr angekommen, heisst es erst mal warten auf dem Deck des Büros mit Blick auf eine riesengroße Baustelle, hinter der man dann auch die 14 Schiffe der Flotte sieht.
Es gibt kostenloses Wasser, man bezahlt die noch offene Rechnung und 12.45h geht’s aufs Cruise Schiff.
“Smiley” unser Guide auf dem Schiff, der einen für Europäer nicht aussprechbaren vietnamesischen Name, hat führt unterhaltsam durch die Sicherheitshinweise.
In der Kabine sind wir gleich geflasht vom Blick, der sich jetzt bietet: die berühmte Karstfelsen in einem eigenartigen Dunst, durch den hin und wieder die Sonne durchscheint und alles wie in einem Ölgemälde perspektivisch in unterschiedlichen Schichten hervorgehoben erscheinen lässt.
Auch sonst bleiben keine Wünsche offen, Panoramascheiben aus Kabine und Badezimmer, die sowohl den Blick vom Bett wie vom Jakuzi auf die surreale Landschaft ermöglichen.
13.30-15.00 gibt es Lunch an Deck, nur einen kleinen mit 9 Gängen! Absolut lecker! Allein das Essen ist das Geld der Reise wert möchte man meinen. Und als nette Gesellschaft sitzen wir neben den Londonern aus dem Bus.
Nach dem Essen entscheiden wir uns für 1 Std Kajaken, als Alternative zu einer Rundtour mit dem Beiboot. Das 1. Mal in meinem Leben, aber es läuft erstaunlich gut. Es ist unglaublich wie ruhig es hier ist, und außer kleinerer Fischerboote sehen wir kein anderes Schiff.
In der Halong Bucht sind die schwimmenden Fischerdörfer aus Gründen des Naturschutz inzwischen verboten, aber hier gibt es sie noch vereinzelt. Auf 3 Schiffen, die mit einem Ponton verbunden sind lebt eine ganze Familie mit 2 Generationen zusammen mit einem ganzen Rudel Huskies.
Auf dem Schiff könnte man sich nach dem kleinen Ausflug im Spa massieren lassen, den Fitnessraum – 2 Fahrräder auf dem Hinterdrck – oder den kleinen Pool nutzen oder einfach mal nichts tun, bevor um 19.30h zum Dinner gerufen wird.
Auch zum Dinner wird wieder aufgefahren, was die Kombüse her gibt: Kohlrabi Salat, Muscheln, Oktopus usw.
Nach dem Essen spielt der Chef des Housekeeping noch auf zwei unterschiedlichen, traditionellen Flöten und das viel besser als erwartet.
Sonntag
Nach dem Thai Chi und dem frühen Frühstück hält das Schiff an einer kleinen Insel mit Sandstrand  es gibt die Möglichkeit zu baden, sich eine kleine Höhle anzusehen oder noch mal zu Kajaken.
Nachdem man um 10 Uhr aus den Zimmern auschecken muss, gibt es noch mal etwas  zu Essen, dieses mal in Buffet Form, aber nicht weniger lecker.
Bei schönstem Sonnenschein und 25 Grad verlassen wir das Schiff und in einem nicht ganz  so luxuriösem Van auch Haiphong und machen uns auf die lange Fahrt nach Ninh Binh.
Fazit: Ein must-see für das uns 1 Nacht und 1 Tag gereicht haben, obwohl die Anfahrt den Trip schon anstrengend werden lässt.