21. Tag: Mehr Natur und Hongkong Trail Startpunkt

Mehr Natur und Hongkong Trail Startpunkt

Nach einen Kaffee von Mc Donalds haben wir beschlossen, uns noch einen weiteren der Hongkonger Parks anzusehen, nachdem uns der Kowloon Park am ersten Tag schon so gut gefallen hat.

So geht es mit der U-Bahn – nach großzügiger Versorgung mit Reiseproviant  in Form von Croissant, Mokkabrot, Schokoladen Muffin, super fluffigem Bisquitgebäck und einem Doughnut -zur Haltestelle Diamant Hill.

Hier liegt der hübsch angelegte Nan-Lian Garten liegt der gepflegt und gehegt wir von den Nonnen des angrenzenden Chi-Lin Klosters. Kloster und Garten sind über eine Brücke miteinander verbunden und der Eintritt ist kostenlos.

Eine wirklich schöne, noch relativ neue Anlage mit exakt geschnittenen Bonsais, einem riesigen Koi Teich und sogar einem kleinen Wasserfall hinter dem man einige Tische des vegetarischen Restaurants sieht, welches sehr gut sein soll, aber wir hatten nach dem kalorienreichen Frühstück noch keinen Hunger.

Ein kleines Teehaus gibt es auch, welches um 12 Uhr öffnet, in dem die günstigste Tasse Tee allerdings 6€ kostet, die meisten um die 8€ und die teuerste Tasse umgerechnet 100€ – 5g Purer Tee!!

Wir hatten Glück, Mittwochs ist der Eintritt in die gerade laufende Ausstellung handgearbeiteter Einzelstücke der besten Glasmeister Venedigs aus echtem Murano- Glas ebenfalls frei, so dass wir unverhofft noch in den Genuss gekommen sind, diese handwerklich einzigartigen Exponate betrachten zu können.

Im Kloster sind diverse Buddhas für verschiedene “Anwendungsbereiche” zu sehen, zum Beispiel für Gesundheit und ein langes Leben, Wohlstand oder Zufriedenheit. Diese dürfen allerdings nur betrachtet, nicht fotografiert werden.

Da das Wetter mittlerweile besser geworden war und sich der Dunst verzogen hat und die Sonne sogar durch die Wolken blitzte, wollten wir einen erneuten Versuch starten, mit der Tram auf den Victoria’s Peak  hoch zu fahren.

Da wir ja schon mal vor 3 Wochen da waren, wussten wir jetzt ja wo die Station ist und sind auch zielstrebig zum Ticket Schalter an dem wie beim letzten Besuch nicht viel los war. Das war allerdings nur der Schalter für Reisegruppen. Die Schlange für einzelne Tickets hat sich unter einer der Straßen, die hier in der 2. Etage fahren, versteckt und ist so lang, dass man mit 1 Stunde Wartezeit rechnen muss.

Gut, dass wir das Internet dabei haben. Kann man einfach online Tickets kaufen? Nein, kann man nicht, aber Tripadvisor verrät, dass man einfach ein Taxi hoch nehmen kann, was mit 50 HKD (6,25€) sogar etwas billiger ist als die Tram für 2 Personen.

10 Minuten später waren wir dann auch oben in der Galerie, einem Einkaufszentrum on top.

Der Blick war leider nicht so gut wie erhofft und die Hongkong Skyline auf dem Festland lag ziemlich im Dunst. Aber auch das hat etwas und wir haben es nicht bereut hochgefahren zu sein. Das zusätzliche Geld, um auf die Aussichtsplattform der Trambahn zu gehen haben wir uns dann aber doch gespart und beschlossen uns noch etwas die Beine zu vertreten.

Hier oben ist der Startpunkt des 50 km langen Hongkong Trails, auf dem wir eine Weile wieder in die Stadt runter wandern wollten. Leider wissen wir nicht genau wie weit es war, aber der Bus zurück zu Central Station hat schon eine Weile gebraucht.

Es ist aber ein sehr schöner Weg, der auf der Lugard Road startet und dessen teilweise Einnahme durch einen geplanten Hotelbau von der Stadt zum Glück nicht genehmigt wurde.

Für den Abend stand noch die “Symphonie of lights” auf dem Programm, eine Lasershow, die untermalt wird von Musik. Also kurz ins Hotel, duschen, umziehen und wieder los. Die Wolkenkratzer auf der anderen Seite sind teils noch stimmungsvoll mit Weihnachtsmotiven beleuchtet, aber den Start der Show hat man nicht wirklich gemerkt und die Musik nur als schnarrendes Geräusch am Rande mitbekommen. Ich dachte jemand hört mit seinem Handy Musik. Also absolut enttäuschend und muss man nicht extra hingehen.

Da auch das üppigste Frühstück irgendwann verarbeitet ist und hier am Wasser die Restaurants sehr hochpreisige sind, haben wir uns entschlossen, in einem der zahlreichen Shoppingcenter zu essen.

Wir wären beide gerne ins Interconti gegangen, dessen Restaurant zu den besten chinesischen Restaurants der Welt zählen soll und wo die Pekingente ein Gedicht ist, aber dafür waren wir beide leider nicht richtig angezogen. Dann kann man ein gutes Essen in gehobener Atmosphäre auch nicht genießen.

Also ist es das “Pho Hoi An” geworden und wir haben noch mal vietnamesisch gegessen. Es war gut, aber natürlich schmeckt es im Einkaufszentrum nicht so gut wie in Vietnam auf de Straße. Wir vermissen es jetzt schon….

Stephan wollte dann noch ein paar Aufnahmen der beleuchteten Wolkenkratzer machen und gegen 23 h ging’s Richtung Hotel.