Tag 6: Ngorongoro Krater

13. Juli – Ngorongoro Krater

Heute lagen wieder so 150 km vor uns, also bummelig wieder 3 Stunden Fahrzeit und wie immer hat es gedauert, bis es los ging, obwohl wir ja an diesem Morgen keine Zelte verstauen mussten. Als es dann endlich los ging, ging es doch noch nicht los, da Steven noch unbedingt “brown bread” haben wollte und George keine Bananen mehr hatte. Ohne Bananen geht aber auch wirklich nicht !

Die Fahrt an sich war auch nicht sonderlich aufregend und wir waren alle froh, als wir endlich am Eingang des Nationalparks angekommen waren.

Auch hier mussten wir wieder warten, da vor uns schon eine Menge Safari-Autos den Weg hierher geschafft hatten. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, indem wir den Gruppen von Pavianen zugesehen haben, die wie schon die Affen im Tarangire die Autos inspiziert haben, in der Hoffnung, dass irgendwo doch ein Fenster oder ein Dach offen ist.

Entweder sind die Affen hier besonders aggressiv oder die Massai. Wir haben diverse Tiere mit fehlenden Gliedmaßen gesehen und sogar mehr als eines hat noch geblutet……

Irgendwann waren dann auch wir an der Reihe in den Park zu fahren, aber noch war kein Game Drive angesagt, zunächst musste der Campingplatz angefahren werden. Das beudeutete, auf ca. 2..300 m Höhe eine gefühlte Ewigkeit auf dem Kraterrand entlang zu fahren ohne etwas von der Umgebung zu sehen, die mittlerweile in dichten Nebel gehüllt war. Nur Georges Tätigkeit als manueller Scheibenwischer (wir halten an, er steigt aus, wischt, wir fahren wieder los, nach 10 Metern sieht man wieder nichts mehr) war es zu verdanken, dass wir überhaupt heil angekommen sind.

Überhaupt hat heute nichts mehr an die gestrigen Temperaturen erinnert und wir alle hatten schon unsere Fleecejacken an.

Auf dem Campingplatz selbst sah es auch nicht einladender aus und der Kraterboden war von hier nur zu erahnen.

Nun wollten wir endlich das sehen, wofür dieser Park so bekannt ist, die unglaubliche Dichte an Tieren: Etwa 25.000 Großsäuger bevölkern angeblich den Krater, darunter die höchste Raubtierdichte Afrikas. Besonders groß ist die Zahl an Zebras, Büffeln, Gnus, Elenantilopen sowie Grant- und Thomson-Gazellen. Sie werden gejagt von Löwen, Fleckenhyänen und Leoparden – auch wenn wir die Baumkatze nicht gesehen haben. Daneben gibt es im Krater unter anderem Elefanten und, ungewöhnlich in dieser Gegend, Flusspferde. Es soll noch zwischen zehn und 15 Exemplare der bedrohten Spitzmaulnashörner geben, deren Population in den 1960er Jahren noch über hundert Tiere betrug. – Deshalb haben wir wohl auch keines gesehen.

Es war wirklich unglaublich ! Wo man hingesehen hat gab es Tiere! Man musste nicht nach Ihnen suchen, sie sind einfach vor, hinter und neben dem Auto her gelaufen !

Gut, wir hatten kein Löwenrudel, welches sich im Schatten unseres Autos hingelegt hat, was aber vielleicht auf die fehlende Sonne zurückzuführen war. Wir konnten den Löwen aber auch beim absoluten Entspannen zusehen, aber Bilder sagen mehr als 1000 Worte.

Nur noch kurz zum Simba Campingplatz:

Der Platz bietet bei gutem Wetter eine wunderschöne Sicht auf den Ngorongoro Krater, aber ansonsten ist er immer voll und dadurch sehr laut und die Sanitären Anlagen auf der einen Seite sind

sehr heruntergekommen. Gegenüber gibt es aber einen neu errichteten Bau mit warmer Dusche und neuen Toiletten. Momentan wird auch an einem “Aufenthaltsraum” und einer neuen Küche gebaut- Leider habe ich die neuen Waschräume Abends zwar gesehen, aber dann wieder vergessen und erst am nächsten Morgen “Wiederentdeckt”, aber darüber hat sich die komplette Gruppe Reisefuchs gefreut.

Und Paradies Safari hatte Recht, ist wird Abends empfindlich kalt und wir haben über der Jogginghose die Jeans angehabt und zwei Shirts, Fleecejacke und Softshell/Daunenjacke und hatten Schlafsäcke und Decken und es war nicht wirklich warm…

Um so besser war der warme Tee und Kaffee wobei ich mich eher auf den Tee beschränkt habe, da mein Magen-/Darm Trakt doch noch etwas zickig war…