Tag 11: Lake Natron

 18. Juli – Lake Natron

Heute ging es nun endlich weiter:

Früh um 6 Uhr Frühstück und wir sind tatsächlich kurz nach 7 Uhr losgefahren

Dann aber noch mal ausladen des überzähligen Zeltes und Betten an der Twiga Lodge, was wieder afrikanische lange gedauert hat….

Endlich auf dem Track kam wieder das Gerüttel und auch der Staub! Da war die Serengeti wirklich ein Lacher! Es hat aus der Lüftung gestaubt! Um sich das vorstellen zu können muss man sich das Video ansehen!

Insgesamt waren wir doch wieder so 5,5-6 Stunden unterwegs und so gegen 13h auf dem Campingplatz, der sich am Fuß des Ol Donyo Lengai aus der Ebene als grüne Oase erhebt und wirklich sehr schön ist. Gewässert und betreut wird der Campingplatz von den Massai. Er ist wunderschön grün und die sanitären Anlagen sind die besten die wir bisher auf einem Campingplatz hatten.

Zum Lunch gab es von George Nudeln mit Nudeln mit Ketchup – wir glauben die Reste müssten so langsam weg, hat aber gut satt gemacht.

Gegen 14.30h ging es mit unserem Massai auf eine Wanderung zum Wasserfall- hier in dem Gebiet braucht man für alles einen Führer, der einem vom Stammesfürsten zugeteilt wird.

Es hier zwar, wir sollten offene Schuhe anziehen, weil wir nasse Füße bekommen, es war aber nicht die Rede davon, dass die Wanderung mehrere Flussquerungen beinhaltet.

Was nicht so toll ist, wenn man Kameras, Handys und Portemonnaie dabei hat… Da hätten wir uns einen Hinweis von Steven gewünscht. War aber trotzdem toll und wir haben zuletzt trotz Billharziose Risiko in dem leicht salzigen Quellwasser gebadet und haben uns von Fluss über eine Steinrutsche wieder aus dem Wasserfall und seinem Canyon raustreiben lassen.

Wir mussten unser Programm ja wegen des verlorenen Tages straff durchziehen und deshalb ging es gleich im Anschluss zum Lake Natron. Auch hier war wieder unser Massai mit dabei.

Eigentlich hatte ich hier die Hoffnung, auch ein durch das Natron versteinertes Tier zu finden, aber leider hatten wir wenig Erfolg. Da zu dieser Jahreszeit die meisten Flamingos am Lake Manyara sind, wo wir sie auch ausgiebig beobachtet haben, war der See nicht komplett Rosa, dafür haben sich die Tiere aber wunderbar im Wasser gespiegelt.

Erstaunlicherweise war es immer noch windig, aber kein Staub mehr in der Luft.

Für mich war es am beeindruckendsten über den ausgetrockneten See zu gehen da die vertrockneten Schollen beim Rüberlaufen wie Glas geknackt haben und beim weg Schlittern einzelner Schollen haben diese wie Glas geklirrt.

Andre und Krissie hatten nicht wirklich viel Zeit, sich auf ihre nächtliche Besteigung des heiligen Berges der Massai vorzubereiten oder dafür auszuruhen. Wir hätten uns das nach dem Tagesprogramm nicht wirklich zugetraut und waren froh, dass wir uns nach dem tollen Abendessen (es gab irgendein traditionelles Gericht) mit unseren Stühlen vorne an den Rand unseres Plateaus setzten konnten und im Mondlicht unser letztes Bier genießen konnten. So waren wir auch noch wach, als sich die beiden um 23 Uhr auf den Weg gemacht haben und wir uns kurz danach in unser Zelt verkrochen haben.