2. Tag: Hanoi

St. Joseph Cathedral, Hanoi

Ankommen mit Bia Hoi

Wie ich mir Asien vorgestellt habe! Im Backpacker Viertel streiten sich Autos, Roller, Straßenrestaurants, fliegende Händler, Fußgänger mit den allgegenwärtigen, wendigen Motorrollern um das Recht, deren Strasse auch zu nutzen! Wohltuend chaotisch..

Nachdem der Flieger 1 Std. Verspätung hatte, und wir schon seit 32 Stunden auf den Beinen waren, wollten wir eigentlich ins Bett. Sieht man aber dass Gewusel auf den Straßen ist man plötzlich hellwach und will dabei sein.

So gab es denn noch Bia hoi, selbstgebrautes Bier, im Strassenrestaurant auf den unvermeidlichen Plastikhockern, die eigentlich für Kinder schon zu klein sind. Bia hoi muss noch am gleichen Tag getrunken werden, da haben wie gerne geholfen.

Dazu gab es Frühlingsrollen und undefinierbare Hühnerteile, lecker frittiert mit Semmelbrösel drauf, frittiertem Zitronengras und Kräutern.

Was muss man sehen?

Nach einem späten Frühstück erst mal rein ins Getümmel, und das ist es wirklich! Voller als auf einem Adventssamstag auf der Mönckebergstrasse in Hamburg, vergleichbar mit einem Samstag auf der Oxford Street in London.

Wohnen unbedingt im “Backpacker Viertel” das Tu Linh Palace Hotel ist zu empfehlen, 40$ für 2 Nächte inkl. Frühstück. Super Service, pick up vom Flughafen nur 15$.

Heute klassisches Touri-Programm:

  • Altstadt: Old Gate, Dong Xuan Market (obwohl die umliegenden Strassen die interessanteren Stände haben), St. Joseph Cathedral
  • Französisches Viertel, plötzlich mit Läden wie Dior, Gucci und Montblanc und schönen Häusern aus der Kolonialzeit
  • Wasserpuppen Theater, nicht im Hoan Kiem Lake wie man vielleicht denkt, sondern in einem separaten Gebäude nebenan. Achtung, bis 1,75m Körpergröße sitzt man gut, sonst separaten Stuhl nehmen. Bei der Performance haben mir die Musiker besser gefallen als die Puppenspieler.

Essen in Hanoi
Unbedingt die Straßenstände versuchen! Da gibt es alles was man sich nur vorstellen kann, günstig und lecker.
Nach dem Marktbesuch haben wir unser Glück an einem Stand probiert, der frittierte Teigtaschen mit für uns nicht identifizierbarer Füllung anbietet, die aber in einem Berg Kräuter gehüllt und mit einer süß- sauren Soße beträufelt erstaunlich lecker sind. Daneben gibt es noch eine Art Wan Tan mit ganzen Krabben drauf, komplett frittiert mit Kopf und Schwanz, wobei wie ersteren doch haben liegen lassen. Für gerade mal 0,80€ pro Portion kann man auch etwas liegen lassen…
Abends geht man dann richtig essen.
Für 5€ gab es im “New Day” super leckere Pho Suppe, Frühlingsrollen, Beef mit Reis und Yoghurt.

Nachtleben in Hanoi
Am Wochenende ist die Altstadt für Roller und Autos gesperrt, damit alle die Zeit auf der Straße genießen können. Die Roller werden dann abgelöst durch Darbietungen aller Art, wie Musizieren auf  klassischen vietnamesischer Instrumenten, Breakdance, Singen und Zaubern. Wirklich sehr unterhaltsam und eine angenehme Geräuschkulisse.
Und am Wochenende lassen diejenigen, die ihren Hund nicht zum Fressen gerne haben, diesen auch raus auf die Strasse.
Toiletten in Hanoi:
für 2000 VD (<20Cent) gibt einem eine Dame Toilettenpapier, und dann kann man entscheiden ob man auf eine herkömmliche Toilette mit Tür gegen möchte oder ob es einem reicht, nur durch eine Wand von der Nachbarin getrennt zu sein.
Auf jeden Fall ist die Versorgung mit öffentlichen Toiletten ausreichend und auch die meisten Cafes und Restaurants  haben welche, man muss nur danach fragen, oft sind sie in einem anderen Gebäude.

Fazit: Ein must-see wie wir finden, für das uns aber 2 Abende und 1 Tag ausgereicht haben, um die Haupt- Sehenswürdigkeiten zu sehen und ausreichend Bia hoi zu genießen.