Tag 5: Lake Manyara National Park

12. Juli – Lake Manyara National Park

Schon gestern gegen 22 Uhr habe ich gemerkt, dass es mir besser geht und morgens beim Aufstehen war zum Glück alles wieder gut und ich konnte beim Essen ordentlich reinhauen. Frühstück war auch wieder sehr lecker: Pancakes und Toast und Rührei und Obst. Unglaublich wie die Köche die ganzen Sachen in diesen Kochnieschen auf einem einfachen Gaskocher hin bekommen!

Ganz afrikanisch hat es dann doch wieder relativ lange gedauert, bis die Zelte abgebaut und das ganze Gerödel im Auto verstaut ist, und wir haben uns die Zeit damit vertrieben, den Glanzstaren und Rosenköpfchen Papageien beim Baden und Trinken an der Wasserstelle der Köche zuzusehen.

Da es bis zum Lake Manyara Nationalpark auch nur ca. 1 Stunde Fahrzeit sein sollte, waren wir auch alle noch entspannt. Auf dem Weg dorthin hat Steven uns viel darüber erzählt, welche Maßnahmen die tansanisch Regierung trifft, um die Kultur der Massai auszumerzen. Die Männer sitzen unter den Bäumen und hüten die Kühe, die Kinder ziehen mit Ziegen und Schafen umher und die Frauen bauen die Lehmhütte und kümmern sich um den Haushalt und das Wasserholen. Je mehr Kühe ein Massai hat, um so mehr Frauen kann er sich leisten. Ein Massai, der als Medizinmann anerkannt ist, hat es damit zu einer Familie gebracht, die mit 175 Kindern und ca. 25 Frauen ein ganzes Dorf samt Schule füllt. Die Regierung versucht genau durch die Schulpflicht der Kinder diesen die Möglichkeit zu geben, aus diesem Leben auszusteigen. Bei einer Arbeitslosenquote von 65% ist aber allein die Schulbildung auch noch kein Garant auf ein besseres Leben.

Da die Kultur der Massai aber auch heute noch die Beschneidung der Kinder, sowohl Jungs wie aber auch Mädchen vorsieht ,kann man schon nachvollziehen, warum man dies nicht mehr dulden will und versucht, diese Kultur abzuschaffen.

Es ist auch schon ein starker Kontrast wenn man die in rote Tücher gewickelten Männer und Kinder mit dem Vieh durch die trockene Graslandschaft ziehen sieht, während man selbst im Auto auf einer asphaltierten Strasse an ihnen vorbei fährt…..

 Bevor wir aber endlich in den Park konnten, haben wir erst mal unseren Koch samt seinem Kochgeschirr an unserer Lodge für die nächste Nacht, der Twiga Lodge abgeladen. Wir haben schnell eingecheckt und nach einer kurzen Fahrt zum Park und wieder ca. 30 Minuten warten auf die Registrierung ging es dann auch endlich in den Park, in dem die Löwen auf den Bäumen liegen sollen.

 Die Löwen haben wir nicht gesehen, ist aber in dem wieder extrem bewaldeten Gebiet auch kaum möglich.

Wir hatten aber viel Spass mit den ganzen Affen, die wir gesehen haben, und mit den Vögeln, Giraffen und Elefanten. Lunch gab es an einem schönen Spot mit Blick auf eine Elefantenherde.

Wir sind in der Lodge angekommen erst mal unter die Dusche und dann in die Bar. Die anderen haben erst einen Kaffee getrunken und sind dann duschen. Wir haben beim Bier mit Steven erst mal die Neugründung seiner Safari Company besprochen, für die Stephan angeboten hat, die Webseite zu bauen, da die Lizenz für eine Homepage in Tansania alleine schon 800$ kosten soll. Jetzt wo ich den Eintrag schreibe, sind schon ein paar ereignisreiche Tage ins Land gegangen und wir uns nicht mehr so sicher, ob wir Steven wirklich dazu raten sollten, sich selbstständig zu machen….

 Heute hatte George genug Zeit zum Kochen und Einkaufen und es gab Gemüsesuppe, Ziegenkeule, Spinatgemüse, Reis und Sosse und zum Nachtisch Obst.

 Danach gab es natürlich noch mal eisgekühltes Safari Lager für 80% der Gruppe und erstaunlicher Weise wurde gar nicht so viel über die Tiere und die Safari gequatscht sondern mehr über Bungeespringen, Fallschirmspringen, Houserunning und Achterbahn fahren. Alles nicht so meine Favoriten, um so beeindruckter war ich, dass die anderen so etwas alle schon gemacht haben.