11. Tag: Hoi An – City of Lantern

Hoi An – City of Lantern

11. Tag Sonntag

Villa Luna Homestay

Wir haben wunderbar gut in unserem ruhigen Homestay am Wasser geschlafen. Keine Kinder, keine Autos, eine gute Matratze, sehr schön!

Gegen 9.30h haben wir uns nach einem guten Frühstück dann mit nicht ganz so guten Rädern auf den ca. 4 km langen Weg in die Stadt gemacht.

Taylor made

Hoi An ist dafür bekannt, dass man sich nach Foto oder nach Katalog alles maßschneidern lassen kann, was man sich vorstellen kann, von der Jeans bis zum Brautkleid. Stephan wollte sich gerne einen Anzug machen lassen, aber wir waren uns nicht sicher, ob wir zu “Rubin” gehen wollten, einem Mitglied der Family Riders, bei dem wir gestern nach dem Trip Stadion gemacht haben und schon ein Bier genossen haben oder ob wir der Empfehlung unserer Host folgen wollten.

Da wir auf dem Weg in die Stadt schon an “Duna Taylor” vorbeigekommen sind und Rubin schon genug gepusht wird, haben wir und für Duna entschieden.

Unser erstes Mal beim Schneider: also Stoff und Style für den Anzug aussuchen, dasselbe für die 3 Hemden und Stephan bekommt noch eine Cargohose nachgeschneidert, da seine alte mittlerweile schon Löcher hat. Da wollte ich natürlich auch etwas auf den Leib geschneidert bekommen und habe mich für einen Blazer aus Wolle und 2 Blusen entschieden- mit 405$ sind wir dabei und sehr gespannt auf die Anprobe morgen früh.

Hoi An Altstadt

Japanische Brücke

Nun also Hoi An. Wir haben zu Hause und von anderen Reisenden immer gehört Hoi An wäre so schön und hätte so viel Charme, da war die Erwartung natürlich hoch.

Uns hat sich dieser nach Erkunden der Altstadt und der alten zu besichtigenden Gebäude leider nicht erschlossen, obwohl wir extra abgewartet haben, bis die überall an den Gebäuden und in dem Bäumen hängenden Seiden-Laternen, für die die Stadt berühmt ist, angeschaltet wurden.

Die Gebäude sind ohne Frage sehr schön, nur leider ist in jedem ein Souvenir bzw. Touristen Shop der einen oder anderen Art untergebracht, und ansonsten sieht man auch nur Touristen auf den Straßen und Vietnamesen nur als Verkäufer in den Shops.

Für ~ 5€ kann man sich 5 Tickets kaufen, mit denen man 5 historische Gebäude besichtigen kann.

Gefühlt haben wir die nicht gut investiert:
  1. ging für einen unspektakulären Altarraum auf der japanischen Brücke drauf
  2. für das Phung-Hung Haus, einem architektonischen Mix aus chinesischer, japanischer und vietnamesischer Baukunst. Eigentlich sehr schön, wenn es nicht eigentlich ein Souvenirshop wäre und die Dame, die einem etwas über das Haus erzählt, einen nicht nach 2 Sätzen fragt “und wollen sie was kaufen?”- nein, hier nicht.
  3. für die kantonesische Versammlungshalle, die in der Tat sehr schön ist
  4. für Wuan Thang Haus. Ein Ladenhaus eines chinesischen Kaufmanns, das im Prinzip nur aus einen Raum besteht und in dem wir recht barsch empfangen wurden, da wir den Ticketkontrolleur geweckt haben. Im hinteren Teil des Hauses haben wir dann die Familie, die jetzt da wohnt beim Kochen gestört.
  5. haben wir noch, ist eigentlich für das Tan Ky Haus reserviert. Soll das schönste traditionellen Kaufmannsgebäude der Stadt sein.

Die schönen chinesischen Tempel kann man übrigens kostenlos besichtigen.

White Flower

Gut gefallen hat uns einzig der Markt der Stadt, auf dem an vielen kleinen Ständen die Spezialitäten der Stadt zu einem günstigen Preis angeboten werden. Wir hatten “white flowers” mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen, 2x Frühlingsrollen, Schwein mit Nudeln und Rindersuppe und frisch gepressten Mangosaft – alles für  knapp 7€. Ansonsten  gefällt es uns in unserer kleinen Siedlung an den kleinen Kanälen doch wesentlich besser. Aber  an den Seidenlampions konnte ich doch nicht vorbeigehen….. Vielleicht haben wir die  Ecken noch nicht gefunden, die alle so ins schwärmen geraten lassen, aber eigentlich ist Hoi An nicht sehr groß.

Es gibt allerdings noch einen schönen Strand für den es mit 24 Grad zwar warm genug wäre, aber leider hat es heute noch immer wieder und auch mal 1,5 Stunden am Stück geregnet und es soll auch die nächsten Tage so bleiben, so dass aus dem geplanten Strandtag wohl eher nichts wird.  Abends haben wir wieder in der Villa Luna gegessenen, Nudeln mit Gemüse und Hähnchen, einfach, aber gut, und zum Nachtisch gab es die Drachenfrucht, die Mango (hier übrigens mit ganz gelber Schale)  und die 2 YumYum, Lychees, die wir uns für nicht mal 2€ vom Markt mitgebracht haben.

Fazit: Bislang wäre Hoi An tatsächlich die einzige Stadt, die wir wohl nicht wieder besuchen würde, da es hier außer Shops und Touristen keine echten Sehenswürdigkeiten gibt.
Abends ist natürlich alles wunderschön erleuchtet, und gestern konnte man sogar Papierlaternen von der An Hoi Brücke aufs Wasser setzen, was Glück bringen soll und natürlich auch toll aussieht.
Sicher ist das Wetter nicht so toll, 24 Grad und Schauer und wir könnten ansonsten den Strand genießen, aber dann wären wir halt am Strand und auch nicht in Hoi An.