Karwendel 2016

Mittenwald im Karwendel – unser Ostertrip


Ein neuer Monat, Zeit für einen neuen Trip. Gründonnerstag ging es für 128€ mit der Lufthansa von Hamburg nach München und nach einem entspannten Abend in Mosach am nächsten Morgen weiter mit der Bahn. In 2 Std. ist man mit dem Regio mit Umsteigen in Garmisch in Mittenwald, für gerade mal 23€ für 2 Personen.

Dort sind wir im Bichlerhof,  einem kleinen Familienhotel am südlichen Ortsausgang abgestiegen. Schön ruhig, tolles Frühstück, die Möglichkeit auch für Abends Essen zu bestellen (3 Gänge 15€), eine kleine Sauna, ein kleines Schwimmbecken, Optionen eine Massage oder Pediküre zu buchen- kurz alles was man braucht.

Leutascher Geisterklamm

Auch wenn uns der Wettergott am Karfreitag noch nicht hold war, haben wir die ca. 2 Stunden durch die Geisterklamm sehr genossen. Der 250m Weg, direkt unten in der Klamm war zwar geschlossen, aber nach einer kurzen Wanderung durch den Wald führen ab der Panoramabrücke, die in 40m Höhe über die Klamm führt, Stege direkt durch die Klamm. Auf dem gut ausgeschilderten “großen” Rundweg hat man die Möglichkeit vor der Rückkehr nach Mittenwald im Gasthof “Gletscherschliff” einzukehren, wo wir die Kasknödel sehr empfehlen können. Der Weg ist im kostenlosen Heft “Alpenwelt Karwendel” welches wir gleich bei Ankunft erhalten haben beschrieben, aber sicherlich kann einem auch in jedem Hotel am Ort der Einstieg beschrieben werden.

Rehbergalm – Tour Nr. 9 im Rother

Nachdem wir uns im Rewe ca. 200m vom Hotel entfernt mit Wanderproviant eingedeckt haben sind wir bei schönstem Wetter durch den alten Ortskern bis zum Einstieg der Wanderung, einem Parkplatz nahe der Edelweiß Kasernen spaziert. Hier startet die Tour auf breitem Fahrweg bis zur Aschauer Alm, die bewohnt ist, aber keine Gastwirtschaft betreibt, um dann in steilen Kurven durch den Wald zu führen. Die erste Stunde nach der Alm war anstrengend, aber gut begehbar, dann kam der Schnee.

Wir wollten an diesem Wochenende eigentlich eine Schneeschuh Tour machen und haben uns am Ostersamstag sehnlichst Schneeschuhe gewünscht. Zunächst hat es noch Spass gemacht, in die knietiefen Spuren zu steigen, die Stephan vorgezeichnet hat, aber nach einer Weile war die Jeans (die Outdoor Hose lag im Hotel) nass und die nassen Socken hatten schon die Schuhe mit Wasser gefüllt..

Zunächst dachten wir noch, das mit dem Schnee gibt sich bald oder wir sind gleich da, aber leider ist weder das Eine noch das Andere eingetreten. Als wir dann auch unsere ursprünglichen Wegmarkierung nicht mehr gefunden haben und stattdessen 3 weissen  Ringen am Baum gefolgt sind, aber zuletzt auch diese an keinem Baum mehr gefunden haben, haben wir uns gefragt, ob wir wirklich noch weiter wollen. Ok, noch bis auf den Hügel, aber der Schnee war immer noch tief, kein Weg zu sehen, die Haare nass, weil der Schnee auf den Bäumen getaut ist und der Hügelkamm  immer noch nicht erreicht, also haben wir beschlossen vernünftig zu sein und zurückzugehen.

Runter geht ja immer schneller als rauf und so konnten wir bald wieder auf einer Bank in der Sonne sitzen.

Wir sind dann ab den Kasernen auf dem Panorama Weg zurück nach Mittenwald.

Was wird deshalb unser Top-Tip? Besser vorher mal die Einheimischen fragen, wie die Schneeverhältnisse am Berg sind……

Trotzdem hat die Wanderung Spaß gemacht, wir hatten tolle Ausblicke und haben Abends die Sauna um so mehr genossen.

In Mittenwald wollten wir noch mit dem Sessellift auf den Kranzberg, aber zwei ältere, ortsansässige Herren haben uns netterweise darauf hingewiesen, dass die letzte Bahn schon in einer halben Stunde geht und wir das auf morgen verschieben sollten. Gesagt getan, stattdessen  Kaffee getrunken und bayrischen Whisky Coillmor und Zirmschnaps genossen, mit dem Hund vom Nachbartisch gespielt und nach der Sauna nur noch Wein und Schokolade genossen.

Wanderung zu zwei Seen

Ostersonntag – Vom Kranzberg über den Ferchensee und Lautersee zurück nach Mittenwald
Nachdem es in der Nacht ziemlich gestürmt hat, ist nach dem reichhaltigen Frühstück wieder bestes Wetter. Wir folgen dem Tip der älteren Herren von gestern Nachmittag und fahren mit dem Sessellift (eine Fahrt ist kostenlos, hat man die Gästekarte mit mind. 3 Übernachtungen) auf den Kranzberg. Von da geht es noch ca. 20 Minuten steil bergan bis zur Gaststätte St. Anton wo wir die erste Rast des Tages einlegen. Normalerweise fährt auch auf dem letzten Stück noch eine Bahn, aber diese wird gerade repariert.
Nicht schlimm, das Panorama ist atemberaubend und sogar noch besser vom Aussichtspunkt hinter der Gaststätte, so dass die Mühen des Aufstieges schnell vergessen sind.
Hier oben warten sogar Liegen und eine Schutzhütte auf müde Wanderer.
Vom Gipfel geht es geruhsam bergab zum Ferchensee wo es das erste Bier des Tages gibt. Der See ist Ende März noch zugefroren, was die Szenerie nicht weniger spektakulär macht.
Frisch gestärkt geht es 1 Stunde weiter bergab zur nächsten Einkehr am Lautersee, dieses Mal mit Kaffee und Kuchen. Der Mascarpone-Erdbeerkuchen war ein Gedicht!
Von hier führen verschiedenste Wege nach Mittenwald. Wir haben uns eher zufällig für den Weg über das Lainbachtal entschieden, welcher entlang des Baches unverhofft mit mehreren Wasserfällen  aufgewartet hat und direkt zu unserem Hotel führte.
Blaue Stunde am Gletscherschliff
Obwohl wir heute nicht gerade wenig gelaufen sind, entschließen wir uns, noch mal zum Gasthaus Geltscherschliff aufzusteigen, um den verregneten Blick von Freitag noch mal zur blauen Stunde einzufangen. Zwischendurch stärken wir uns mit Schnitzel und Leberkäse und bewundern die Dirndl der im Saal feiernden Jugend – und ich hatte mir Sorgen gemacht ob überhaupt geöffnet ist…..
Alles in allem ein gelungener Tag und ein sehr netter Abend.

Lainbachtal

Impressionen aus Mittenwald

München – mal wieder


Gegen Mittag in München angekommenen haben wir beschlossen, dass gute Wetter noch für einen Spaziergang zu nutzen.

Es ging von Moosach durch den Garten des Schloss Nyphenburg über den Biergarten “Taxis” und dem Westfriedhof wieder zurück zu unserem Zweitwohnsitz.
Wieder sehr entspannt in Bayern!