Tittisbaii und West Coast Park

20. Tag

Stephan hat nachts wieder Milchstraßenfotos gemacht und schläft deshalb länger. Ich mache schon mal einen kleinen Spaziergang auf den rund gewaschen Steinen im ersten Morgenlicht. Die Steine sehen aus wie auf den Seychellen, nur das Meer ist überhaupt nicht vergleichbar. Wo auf den Seychellen eine 28 Grad warme, ruhige Badewanne ist, ist hier ein 12 Grad kalter Hexenkessel! Es schäumt, spritzt und blubbert überall. Toll, so gibt es wenigstens was zu sehen.

Nach dem Kaffee gehen wir noch mal zusammen los. Unsere Nachbarn sind mittlerweile alle weg, zu Fuß oder mit dem Auto Richtung Paternoster. Wir machen auf den Felsen unzählige Fotos und Videos aber ich glaube nicht, dass wir damit die Gewalt und atemberaubende Kraft des Wassers eingefangen bekommen. So genießen wir den Vormittag an diesem abgelegenen Ort.

Gegen 12h entscheiden wir uns, aufzubrechen. Der Rückweg ist deutlich einfacher zu bewältigen, sowohl für den Doogie wie für Stephan. Am Tor bezahlen wir noch kurz die 152 Rand, 10€ und dann geht es Richtung Langebaan. Hier wollen wir in den West Coast Park.

Wir waren jetzt doch in so vielen Nationalparks, dass sich wahrscheinlich eine Wild Card schon gelohnt hätte….

Auch hier bekommt man wieder eine Karte auf der alle Tiere abgebildet sind, die es hier gibt. Wir sehen hauptsächlich Vögel. Darunter aber immerhin Flamingos, Ibis und Löffler. Ansonsten nur noch Strauße, die aber reichlich und noch ein paar wenige Elandantilopen, aber die ziemlich weit weg.

Im Park gibt es auch ein Restaurant, da haben wir für Kaffee und Kuchen gestoppt. Ich hatte Malva Pudding mit Amarula Soße 😛

Da wir nicht die super Vogelfreunde sind, hat uns der Park aber nun nicht restlos überzeugt, obwohl die Lagune wirklich sehr schön ist. Aber es waren auch Leute mit noch größeren Objektiven als Stephan da und sie sahen glücklich aus. Also wirklich eher was für Vogelbeobachter.

Wir nehmen aufgrund der fortgeschrittenen Stunde den Ausgang am unteren Ende der Lagune und fahren zum Campingplatz in Yzerfontein. Der hatte schon seit 17 Uhr geschlossen wie uns gleich ein netter Camper mitgeteilt hat. Dieser wollte uns gleich das Tor auf machen und uns auch seinen Kloschlüssel geben- dabei standen wir schon vor dem Haus des Campingplatz Betreibers, da dieser gleich hinter seinem Büro wohnt. Wir haben drinnen das Klingeln unseres Telefons gehört während wir vor der Tür standen 🙂 Alles sehr professionell, es gibt sogar einen Plan mit den Waschhäusern und Parzellen – muss ein Deutscher sein 😉

Wieder erste Reihe am Meer, allerdings können wir über die Dünen Bepflanzung nicht rüber gucken. Schnell noch Sonnenuntergang am Strand und dann gemütlich machen. Um 12 Uhr nachts sind noch 19 Grad. Trotzdem Grillen wir heute mal nicht und es gibt stattdessen Kräcker mit Käse, Chips und Oliven.

Von Paternoster nach Yzerfontein