Pinguine und Millers Point

21. Tag

Noch mal an den Strand und dann gehts zum Boulders Bay in Simons Town, Pinguine gucken! Hatten wir ursprünglich gar nicht vor, aber da wir nur 3 Stationen geplant haben (Addo Elephant Park, Port Alfred, Afrika Burn) ist viel Platz für spontane Entscheidungen.

Dieses Mal führt uns das Navi von der anderen Seite ran, so dass wir erst verwirrt am Boulders Beach stehen und die Aussichtsplattform für die Pinguine zwar sehen, aber nicht wissen wie wir hin kommen. Ich bin der Meinung, hier waren wir letztes Mal gar nicht.

Sieht aus wie auf den Seychellen- nur mit Pinguinen ! 🐧 Hier posieren schon die ersten ganz wunderbar! Wenn man am Eingang auf die Schilder geachtet hätte – und nicht nur auf das für die Toiletten – hätten wir auch gesehen, dass es hier zum Strand und weiter oben zu den Pinguinen geht.

Da sind sie dann auch echt zahlreich vertreten. Der ganze bewachsene Hang oberhalb des Strandes ist von Ihnen bevölkert. Überall liegen die kleinen schwarz weißen Vögel im Gebüsch und schlafen oder putzen sich. Niedlich! Dann am Strand die Überraschung: über der Wasserlinie haben zahlreiche der Tiere Nester gebaut, in denen Küken in den unterschiedlichsten Größen sitzen! Und das wo hier doch eigentlich Herbst ist!

Noch ein Grund zu dieser Jahreszeit zu kommen und nicht im europäischen Winter. Es ist immer noch heiß aber nicht mehr soooo heiß und die Pinguine haben Junge 🙂

Beim letzten Besuch im Januar 2013 konnte ich hier gar nicht in der Sonne stehen, weil es so heiß war. Heute können wir mit allen 5 Kameras (Nikon, Cannon, Sony, GoPro, iPhone) ausreichend Fotos und Filmchen machen, bevor es zum Campingplatz für die beiden letzten Nächte geht.

Die Pinguine sollte man meiner Meinung nach nicht verpassen wenn man hier ist. Nirgendwo sonst auf der Welt kommt man so einfach und nah an eine Kolonie. Hoffen wir dass das Gebiet noch lange für die Vögel erhalten bleibt und die Anwohner, die sich über den Lärm und Gestank der Tiere beschweren keine Lobby bekommen.

Wir sind schon gegen 14 Uhr am Millers Point Campground, aber wie häufiger in der letzten Zeit ist das Büro nicht besetzt. Ich würde bei dem schönen Wetter auch nicht im Büro sitzen, aber wenn es danach geht, arbeitet man hier kaum 🙂

Aber es wäre nicht Afrika, würde es keinen Plan B geben. Plan B des Sicherheitsmannes lautet: ich gebe euch eine Telefonnummer, ihr ruft Sissi an, wenn sie ihr ok gibt, gebt ihr mir das Telefon, damit sie mir das bestätigt und bezahlen tut ihr morgen früh. Gesagt getan, Zettel ausgefüllt und wenig später stehen wir auf Platz Nummer 16 mit Blick aufs Meer!

Unten am Wasser ist noch ein Spielplatz und eine Bank wie für uns gemacht. Hier lassen wir die Seele baumeln und Stephan kann sich erst mal von der Fahrerei erholen. Rund um Kapstadt mussten wir andauernd Spuren und Straßen wechseln und da ist es dann nicht mehr so einfach, dass zum Beispiel der Standstreifen als zusätzliche Spur – auch zum spontanen Anhalten – genutzt wird. Aber wir haben den Tafelberg ohne Wolken gesehen. Beim letzten Besuch mussten wir 2 Tage warten bis es soweit war.

Wir grillen natürlich noch mal, geniessen die Sonne und quatschen noch etwas mit den einzigen anderen Besuchern des Campingplatzes, einem indischen Pärchen aus George.

Was mich beeindruckt hat, es haben heute unten am Wasser Leute gebadet. Und lange! Ich vermute hier den Golfstrom 🙂 Stephan meint ich spinne…

Von Yzerfontein durch Kapstadt zu den Pinguinen