Durch den Addo zu Jurie und Lisa

8. Tag

Morgens haben wir es erst mal ruhig angehen lassen und entspannt Kaffee getrunken und Camper Sachen gemacht: großen Wassertank aufgefüllt, Toilettenwassertank aufgefüllt und ja, nicht schön, Kassette der Toilette geleert. Da Stephan sie nur 1x und ich ca. 6x benutzt habe, besonders im Addo, da es da nur ein Klo im Park gibt, habe ich gesagt ich leere sie auch… war nicht so schlimm, aber ganz klar bin ich für meine Trockentrenntoilette ! Das Tedford Klo riecht unbenutzt nach dem blauen Urinstein, den man da rein wirft und damit irgendwie nach Bahnhofsklo und benutzt nach kurzer Zeit auch nicht viel besser, wie man sich sicher vorstellen kann….

Heute morgen haben wir ausgeschlafen erst mal gegenseitig unsere Wohnmobile inspiziert. Mit unserem waren wir schnell durch, ist so wie man sich ein Wohnmobil vorstellt. Beim Bremach haben wir trotz nur 3m Kabine doch länger gebraucht. Hier ist das Bad im Durchgang, der Küchenblock quadratisch und das zur Hälfte ausklappbare Bett hat trotz nur 6qm Grundfläche der Kabine dann doch 1,80×2,00m. Für die Größe der Kabine echt alles gut gelöst und auch wenn uns 3m doch zu kurz sind überlegen wir, ob man nicht doch mit 4-4,50m auskommt und damit den Überhang reduziert und das Motorrad vielleicht noch auf den Fahrzeug Rahmen stellen kann.

Wir wollen uns auf jeden Fall noch einen Zollstock besorgen und unsere Tupperschüssel genau vermessen, jetzt wo man eine Vorstellung hat was die Maße bedeuten, damit wir vielleicht das eine oder andere übernehmen können – mit jedem Tag der vergeht neige ich eh dazu, den Floh genauso aufzubauen wie unseren Camper, aber Stephan ist davon nicht überzeugt. Ist aber auch mal toll neben den ganzen YouTube Videos, die wir schon von ausgebauten LKWs gesehen haben, ein Expeditionsmobil live zu sehen und mit Leuten zu schnacken, die damit schon unterwegs sind.

Wir haben noch ein wenig über unsere Safari in Tansania berichtet, weil die beiden auch noch in die Serengeti wollen, was aber eben nicht mit eigenem Auto sondern nur mit Führung möglich ist. Macht aber auch Sinn, glaube sonst entgeht einem schon Einiges. Die Fahrer wissen genau wo welche Tiere zu finden sind und tauschen sich auch untereinander aus.

Dann ging es noch ans Bezahlen für die beiden Nächte. Dank Monika hat Stephan gleich den Flyer mitgenommen, den wir vom Addo fur das Homestead bekommen haben, auf welchem steht, dass ein Camper mit 2 Personen 120 Rand kosten soll, keine 10€. Unser Host hat gleich mit den Augen gerollt, aber den Preis anstandslos akzeptiert, obwohl dieser mehr als 3 Jahre alt ist und jetzt bei 300 Rand, sprich 20€ pro Nacht liegt.

Er war uns aber gar nicht böse und hat Stephan noch den Tip gegeben, den Weg nach Port Alfred durch den Addo abzukürzen, was ca. 50km spart, allerdings zumindest im Camper nicht wirklich schneller geht, da die Sandpiste relativ schlecht ist und wir nicht schnell fahren konnten und natürlich auch nicht wollten, weil wir wieder viel Wildlife gesehen haben: Zebras, Elefanten, Kudus und natürlich Warzenschweine.

Bis Port Alfred waren es somit nur ca. 110 km und wir hätten so ca. um 12 Uhr da sein sollen, waren aber erst gegen 13 Uhr da, und es hat uns dann noch etwas Zeit gekostet, die Heritage Mall und damit den Pick & Pay zu finden – ist uns auch nicht gelungen.

So sind wir beim Spar gelandet, dessen Auswahl uns lange nicht so gut gefallen hat, aber es gab den “Tunnel”, den wir schon 2012 mit Juri und Lisa getrunken haben. Also zwei rote und zwei weiße eingeladen und ab zum Strand, erst mal bei “Guido’s” am Strand etwas essen – damit wir beim Grillen nicht so unangenehm auffallen, weil wir wieder soooo viel essen… 🙂

Beim letzten Besuch in Port Alfred sind wir vom Villa Vista Guesthouse an den Strand, waren aber dann wegen der Hitze schon so durstig, dass wir beim Kiosk was zu Trinken kaufen wollten. Da der aber zu hatte und wir am anderen Ufer das Guido’s gesehen haben, und dass die Leute schön draußen auf den zwei Terrassen sitzen, haben wir uns gedacht, wir gehen kurz am Kanal lang auf die andere Seite. Wir waren auch ca. 1,5 Stunden später da, weil es a….weit war bis zur Brücke. Und dabei hatte uns damals sogar eine nette Frau noch ein Stück im Auto mitgenommen!

Wir haben also revival mäßig noch mal lecker gegessen und sind wie angekündigt so 16h hupend bei Lisa und Juri vorgefahren ! Was für ein Wiedersehen! Fühlte sich gleich an, als wäre man nicht lange weggewesen. Dafür liebe ich Facebook: Jikka und Peanut, Stafford Terrier und Bulldogge, haben drinnen schon wie blöde gewedelt. Beide erst 18 Monate alt, aber durch die vielen Fotos, die wir schon bei Facebook gesehen haben, war es gleich als würden sie dem Nachbarn gehören. Wer weiß ob wir 4 uns überhaupt noch an einander erinnert, bzw. uns erkannt hätten ohne die ganzen kleinen Nachrichten auf Facebook.

Erst mal drücken, ankommen dann die Kohlen anheizen, ein kühles Bier, später noch Besuch von Dina und Rodney, an die sich Stephan noch erinnern konnte, ich leider nicht mehr und dann mit Braai, Tunnel und viel Gelächter bis 12h Wiedersehen gefeiert! Juri und Lisa haben drauf bestanden, dass wir eines der leeren Zimmer nehmen, und wir haben im Queensize wunderbar geschlafen.

Villa Vista Guest House