2017 Südafrika – 3 Wochen mit dem Wohnmobil

1. Tag

Nach 3 angenehmen Stunden mit nettem Service und leckerem Essen und der ersten Zigarette für Schatzi auf der Terrasse der erste Schock: 10€ für 0,5 l Efes! Das mal krass! 2 Bier, 20€!!!

Der zweite Flug war mit 10,5 Stunden schon echt lang… vor allem nach 3 Stunden warten in Istanbul, obwohl wir uns dort sehr nett mit einem Vietnamesen unterhalten haben , der in Dessau ein Restaurant hat…aber der Weg lohnt sich 🙂

Der Flug nach Kapstadt über Istanbul

2. Tag

Stephan war nach der Landung etwas genervt, weil die Zollformalitäten doch etwas gedauert haben, aber irgendwann war auch das erledigt und wir waren in Südafrika! Und wir wurden tatsächlich von ‘nem netten Maui Fahrer abgeholt und ca. 8 km zur Abholstation unseres Wohnmobils gebracht- natürlich auch ein Mercedes, wie der Floh 🙂

Das ganze Erklären hat natürlich auch noch etwas gedauert und auch das Auspacken der Koffer, die wir gleich in der Station gelassen haben. War aber alkes super nett und entspannt! Als ich gefragt habe, ob es gar keinen Grill gäbe hieß es, der wäre “optional ” – lach lach und dann wurden Grillzange und Grill gebracht 🙂 Nach einem ausgiebigen Einkauf bei einem Pick & Pay Supermarkt und Liquor Shop sind wir bei strahlendem Sonnenschein  85 km bis Hermanus, gefahren, dem Whale Watching Capital of the World, wie sich der kleine Ort selbst nennt, aber Wale haben jetzt keine Saison. Es ging durch Wälder und Weingüter, sehr schöne Landschaft. Da wir vor 5 Jahren nicht in Hermanus waren ist der Weg für uns gleich ganz neu.

Für 415 Rand, über 30€ , haben wir dann auch einen Platz auf dem Orphus Campground bekommen. Nicht schön, Direkt vor den Toiletten, aber egal…. Auch direkt neben einem älteren Ehepaar von dem mich die Frau gleich abgemistet hat. Ob uns gesagt wurde wir soll so parken? Tür zu Tür? Äh … nein… dann sollen wir bitte umdrehen oder vor fahren oder was auch immer machen- nur nicht so stehen bleiben… man guckt sich doch sonst in die Tür…okay, und was ist daran so schlimm? Anscheinend ne Menge!… der Mann war dann doch wesentlich netter und hat mit Stephan etwas geschnackt und sich für das Umparken bedankt… Wir sind nach dem Duschen noch mal kurz an der Küste lang, aber hier wird es schon so 18h dunkel, und haben dann klassisch für unsere Urlaube Nudeln mit Tomatensoße gegessen, leckeren Vino getrunken und sind um halb 9 seelig entschlummert. Schon nach dem ersten Abend war uns klar, dass wir so ein Wohnmobil ziemlich gut finden: man hat immer alles dabei, auch kaltes Bier ;-), muss nur einmal einräumen und hat auch keinen Stress mit Zimmer suchen wenn nicht gerade wie in Südafrika vorgeschrieben ist, dass man auf Campingplätzen übernachten muss.

3. Tag

Wir haben trotz des relativ schmalen Bettes, glaube ich nur 1,40m sehr gut bis 8 Uhr geschlafen. Nach Kaffee und nem Plausch mit dem Nachbarn ging es dann um 9.30h bei strahlend blauem Himmel auch weiter. Hermanus haben wir uns nicht weiter angesehen, das wollen wir in der 3. Woche nachholen, in der derzeit noch Shark Diving in Gaansbai, 40 km östlich von Hermanus,  auf dem Plan steht. Heute soll es zum De Hoop Nature Reserve gehen, einem Naturschutzgebiet mit bis zu 90m hohen Sanddünen, Antilopen und Straußen. Nachdem wir schon fast in Swellendamm waren, weil wir dem Reiseführer und nicht dem Navi getraut haben, mussten wir ca. 50km auf ner Sandpiste wieder zurück fahren. Ca. 13 Uhr waren wir dann endlich am Gate, bis wir dann aber im Park den Stellplatz ausgesucht und gebucht haben und an den Dünen sind, ist es auch schon 15h. Die Anlage ist aber toll angelegt und das Restaurant und die Rezeption machen einen sehr aufgeräumten Eindruck. Besonders für Stephan ein langer Tag im Auto, belohnt aber durch viele Tiere: Paviane, Strauße, zwei Sorten Antilopen, 2 Sorten Buschhühner, Klippspringer. Dazu die meterhohen, kilometerlangen Dünen und ein Stellplatz mitten in der Natur am Fluss – das ist Afrika! Da hat der Gin Tonic zum Sundown gleich doppelt gut geschmeckt, ebenso wie Nudeln und Wein…

Während Stephan den Sonnenuntergang fotografiert hat, hab ich die Buschhühner gefüttert- bis eines meinen Gin Tonic getrunken hat!

Auf jeden Fall war dieser Campingplatz um Längen schöner und es  waren auch die sanitären Anlagen viel schöner als in Hermanus und der Platz mit 375 R auch noch viel günstiger !

Von Hermanus nach De Hoop

4. Tag

Auch hier haben wir wieder super gut geschlafen und der Himmel war atemberaubend – man konnte die Milchstraße wieder mit bloßem Auge sehen. Während des Kaffees hatten wir auch gleich Besuch – Paviane, die die Mülltonnen durchwühlt haben. Einige der Exemplare waren schon echt stattlich, da ist ein Schäferhund nichts dagegen…

Heute sind wir 1 Stunde früher los gekommen, schon 8.30h. Tatsächlich war es heute morgen zunächst ziemlich bewölkt und es sah eine lange Zeit immer nach Regen aus. Wir waren auf den Sandpisten 3 Stunden lang ziemlich alleine unterwegs, die einzigen Kontakte hatten wir mit Schafen und Kühen. So grün es in De Hoop war, so trocken und kahl sehen hier Felder und Weiden aus und man weiß gar nicht woran die Tiere hier nagen. Aber eine tolle Stimmung, die die Farben der Erde und die Sonne mit den Regenwolken hier gezaubert hat. In Malgas dann eine Überraschung, plötzlich endet die Straße am bzw. mitten im Fluss! Aber zum Glück gibt es eine Fähre, die per Manneskraft von 2 Männern am Stahlseil über den Fluss gezogen wird. Sehr abenteuerlich ! Mit Floh hätten wir eventuell schon vor einem Problem gestanden, denn die Fähre oder die Männer oder beides schaffen nur 10t über den Fluss und Floh darf voll beladen 12 t wiegen….aber das dauert ja noch bis er Afrika sieht…

Irgendwann waren wir auch wieder auf dem Highway N2 und mussten auf einen Rastplatz erst mal das Auto sauber machen, denn immer wenn ich ein Fenster öffnen wollte, kam der ganze Staub, den wir bei der Fahrt über die Pisten gesammelt haben in Wallung und hat alles schön gepudert. Und da ich seit heute morgen nach der Fluss Überfahrt in Malgas wieder nur in der Sonne saß geht das gar nicht. Also fege und wische ich das Auto von innen und Stephan von außen. Ein Argument mehr für die teuren KCT Fenster und Türen für Floh, denn darauf hab ich wenig Bock.

Kurz vor 14 Uhr sind wir dann in Victoria Bay, einem der schönsten Orte an der Garden Route wie der Reiseführer sagt. Es ist auch wirklich schön! Eine kleine Bucht mit Sandstrand, ein Restaurant, eine Straße mit Ferienhäusern und oben darüber thront der Campingplatz und damit auch wir. Wie die alten Hasen: Tisch raus, Stühle raus, Strom anschließen, erst mal ankommen. Dann müssen wir uns doch mal die Beine vertreten und schauen den Surfern beim Baden zu. Auch hier wird, wie an allen Surfer Stränden an denen wir bisher waren, von Mallorca über Hongkong und Kanada bis Neuseeland, nicht gesurft. Macht nichts, dafür schnacken wir noch mit einem, der die Surfer mit der Drohne beim Baden filmt, schmusen die Strandkatze und essen ‘nen leckeren Burger im einzigen Restaurant- nicht weil wir Hunger haben, nur weil es um 17h zu macht und wir nur Salat aber keine Nudeln und nichts zum Grillen dabei haben 🙂 war aber echt lecker. Heute ist Dank wifi auch mal Zeit ein paar Nachrichten zu verschicken und vielleicht ein Filmchen auf YouTube hochzuladen, bevor uns wahrscheinlich wieder vor 21 Uhr die Augen zu fallen.

Sunset Victoria Bay

Von De Hoop nach Victoria Bay